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Autor/inn/enRitter, Monique; Rohlf, Bernadette
Titel"Weil man dann quasi nur noch die Quotenfrau ist" - (De-)Thematisierungen des 'Frau-Seins' in MINT.
Gefälligkeitsübersetzung: "Because then you're basically just the token woman" - (De)thematisations of "being a woman" in STEM.
QuelleIn: Gender : Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 18 (2026) 2, S. 135-150Infoseite zur Zeitschrift
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2196-4467
DOI10.3224/gender.v18i2.10
URNurn:nbn:de:0168-ssoar-110994-8
SchlagwörterFrau; Gleichstellung; Frauenförderung; Meritokratie; Geschlechtsspezifik; Quote
AbstractDieser Beitrag untersucht das Erleben von Wissenschaftlerinnen als Studierende oder Mitarbeitende in MINT-Studiengängen an sächsischen Universitäten und Hochschulen, insbesondere in Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Basierend auf 17 problemzentrierten Interviews analysieren wir die widersprüchliche (De-)Thematisierung des 'Frau-Seins' in männlich dominierten Disziplinen. Die Befragten berichten von Herabsetzungserfahrungen, Anerkennungskämpfen und dem Wunsch nach mehr Kolleginnen. Dennoch stehen viele Quotenregelungen kritisch gegenüber - nicht aus Ablehnung der Gleichstellungsarbeit, sondern aus der Sorge, dass Quoten die meritokratische, als geschlechtslos verstandene Norm infrage stellen und ihre im männlich dominierten Umfeld hart erkämpfte Anerkennung schmälern. Nach einer statistischen Einführung skizziert der Beitrag den historischen Ausschluss von Frauen im Hochschulkontext sowie die Entwicklung von Quotenregelungen. Anschließend folgt eine empirische Analyse der widersprüchlichen Thematisierung weiblicher Alleinstellung in MINT. Abschließend werden Ansätze zur besseren Akzeptanz und Verankerung von Frauenfördermaßnahmen diskutiert - idealerweise unsichtbar wirkend, machtkritisch reflektiert und von allen Geschlechtern getragen.

This article examines the experiences of female scientists as students or employees in STEM degree programmes at universities and universities of applied sciences in Saxony, particularly those in IT, mechanical engineering and electronics. Based on 17 problem-centred interviews, it analyses the contradictory (de)thematisation of "being a woman" in male-dominated disciplines. The women report being humiliated, struggling for recognition and wanting to have more female colleagues. Despite these challenges, many interviewees are critical of quota regulations - not because they are opposed to gender equality measures but because quotas are seen as disrupting the meritocratic norm that is perceived as being gender-neutral. Such measures are viewed as an affront to the hardwon recognition of individual performance in a male-dominated environment. Following a brief statistical introduction, the article outlines the historical exclusion of women in academia and the evolution of quota regulations. An empirical analysis of the contradictory(de)thematisation of being the "only woman" in STEM follows. Finally, the article explores ways to enhance the acceptance and integration of gender equity measures, which should ideally be structurally effective, critically reflective of power dynamics and widely supported across genders.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2026/4
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