Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Hensel, Sonja |
|---|---|
| Titel | Rezension zu: Ohmes, L., Schlesier, J. & Moschner, B. (2025). Feeling better when working with creative tools? Exploring the effects of a sketchnote intervention on students' achievement emotions. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 28, 529-551. |
| Quelle | In: Forschungsmonitor Schule, (2026) 206, 7 S.Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext (Rezension) |
| Beigaben | Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2513-0900 |
| Schlagwörter | Emotion; Lernen; Textarbeit; Visualisieren; Rezension; Zusammenfassung; Tool |
| Abstract | In der Studie von Ohmes, Schlesier und Moschner geht es um die Frage, wie sich Sketchnoting und Lern- und Leistungsemotionen im Deutschunterricht von Fünftklässlern zueinander verhalten. Die Autorinnen untersuchen, ob Schülerinnen und Schüler nach einer Arbeit mit Sketchnotes mehr positive und weniger negative Emotionen zeigen als nach einer textbasierten Bearbeitung. In einer Mixed-Methods-Interventionsstudie mit 99 Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern eines niedersächsischen Gymnasiums bearbeiteten die Kinder grammatische Inhalte zum Thema Präpositionen entweder mit Sketchnotes oder mit schriftlichen Zusammenfassungen. Konkret lauten die Forschungsfragen: Wie verändern sich positive (z. B. Freude und Stolz) und negative (z. B. Langeweile und Scham) Lern- und Leistungsemotionen der Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz von Sketchnotes im Deutschunterricht? Welche Textinformationen (z. B. Merkmale oder Beispiele) wählen die Schülerinnen und Schüler aus und bilden sie in Sketchnotes ab? Wie visualisieren die Schülerinnen und Schüler die Informationen aus dem Text in ihren Sketchnotes? Als Ergebnis zeigt sich, dass negative Emotionen nach der Arbeit mit Sketchnotes signifikant abnehmen. Bei den positiven Gefühlen ist zwar ein Anstieg zu verzeichnen, dieser ist mit Ausnahme bei der Emotion Freude jedoch nicht signifikant. In Bezug auf die Art der ausgewählten Informationen stellen Ohmes, Schlesier und Moschner fest, dass sich in den Visualisierungen der Kinder weniger zentrale Inhalte und Zusammenhänge aus dem zu erarbeitenden Text finden als in den textlichen Zusammenfassungen der Kontrollgruppe. Dafür enthalten die Sketchnotes mehr Beispiele. Bei ihren Visualisierungen nutzen die Schülerinnen und Schüler Gegenstände ihres täglichen Lebens wie Essen oder Tiere und überführen die abstrakten Begriffe auf diese Weise in Konkretes. Die Forschenden wählten für die Studie bewusst den abstrakten und wenig motivierenden Lerngegenstand "Präpositionen" aus. Ein Rückgang negativer Lern- und Leistungsemotionen und mehr Freude bei der Auseinandersetzung mit diesem Inhalt sind ermutigende Zeichen und sprechen für den Einsatz dieser Methode - auch in Bereichen schulischen Lernens. Allerdings machen die entstandenen Visualisierungen im Vergleich zu den Texten der Kontrollgruppe weniger Zusammenhänge deutlich. Dies legt nahe, dass bei komplexen Themen eine intensive Begleitung durch die Lehrkraft oder eine Anpassung der Methode notwendig ist, um ein tiefes Verständnis zu fördern. (Orig.). |
| Erfasst von | Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW), Soest |
| Update | 2026/4 |