Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Roth, Barbara |
|---|---|
| Titel | Rezension zu: Eckert, H., Steinmayr, R. & Wirthwein, L. (2025). Socioemotional and sociodemographic determinants of subjective well-being in school during childhood and adolescence. European Journal of Psychology of Education, 40, Article 54. |
| Quelle | In: Forschungsmonitor Schule, (2026) 204, 11 S.Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext (Rezension) |
| Beigaben | Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2513-0900 |
| Schlagwörter | Erziehungsziel; Emotionales Lernen; Selbstwirksamkeit; Wohlbefinden; Zufriedenheit; Zusammengehörigkeit; Soziale Integration; Schuljahr 5; Schuljahr 6; Schuljahr 7; Sekundarstufe I; Grundschule; Schüler-Lehrer-Beziehung; Schüler; Soziales Lernen; Unterrichtsklima; Geschlechterfrage; Sozioökonomischer Faktor; Forschungsbericht; Rezension; Vielfalt |
| Abstract | Ansatzpunkte zur Förderung des schulischen Wohlbefindens von Schülerinnen und Schülern sind wichtige Stellschrauben für Lehrkräfte. Eckert, Steinmayr und Wirthwein differenzieren 2 Aspekte schulischen Wohlbefindens (SWB) - Schulzufriedenheit und Schulstimmung - und untersuchen, inwiefern sich sowohl sozioemotionale Faktoren (z. B. Klassenklima) als auch soziodemografische Faktoren (z. B. Geschlecht) im Schuljahresverlauf darauf auswirken. Konkret legen sie folgende Annahmen zugrunde: Klassenklima und soziale Integration sagen Veränderungen der Schulzufriedenheit und Schulstimmung in der Primar- und Sekundarstufe I positiv vorher, ebenso das Gefühl der Akzeptanz durch Lehrkräfte sowie das Fähigkeitsselbstkonzept. Der Einfluss von Gleichaltrigen auf Veränderungen des schulischen Wohlbefindens ist in der Sekundarstufe I stärker als im Primarstufenalter. Ein Migrationshintergrund und männliches Geschlecht gehen mit ungünstigeren Veränderungen des schulischen Wohlbefindens einher, ein höherer sozioökonomischer Status wirkt sich hingegen förderlich aus. Zur Prüfung der Annahmen wurden 416 Primarstufenschülerinnen und -schüler aus den Klassenstufen 2-4 und 306 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I aus den Klassenstufen 5-7 zu 2 Zeitpunkten (Herbst 2018 und Frühjahr 2019) per Fragebogen befragt. Schulisches Wohlbefinden wurde an beiden Zeitpunkten erhoben, die potenziellen Einflussfaktoren zu Beginn. Die statistischen Analysen (u. a. Strukturgleichungsmodelle) erbringen, dass das Fähigkeitsselbstkonzept, das Gefühl der Akzeptanz durch Lehrkräfte sowie das Geschlecht neben der anfänglichen Schulzufriedenheit und Schulstimmung zusätzliche signifikante Einflussgrößen für späteres Wohlbefinden sind, wobei ihre Relevanz je nach Bildungsstufe und Aspekt des Wohlbefindens variiert. Klassenklima und soziale Integration hängen mit dem anfänglichen Wohlbefinden positiv zusammen, jenseits dessen leisten sie kaum eigene Erklärungsbeiträge zu seiner Veränderung, der Einfluss von Gleichaltrigen unterscheidet sich insofern nicht nach Bildungsstufe. Ebenso werden für den sozioökonomischen Status und Migrationshintergrund keine Effekte sichtbar. Die Befunde sprechen dafür, ergänzend zur Erhebung und Reflexion von SWB-Aspekten, z. B. mithilfe eines standardisierten Schülerfeedbacks, auch das Fähigkeitsselbstkonzept der Schülerinnen und Schüler sowie ihr Gefühl der Lehrkräfteakzeptanz zu fördern, damit sich ihr schulisches Wohlbefinden günstig entwickelt. Einen weiteren Beitrag hierzu können geschlechtersensible Angebote v. a. in der Sekundarstufe I leisten. (Orig.). |
| Erfasst von | Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW), Soest |
| Update | 2026/4 |