Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Sander, Heinz |
|---|---|
| Titel | Rezension zu: Scholl, D. & Schüle, C. (2023). Ist die Berufserfahrung ein geeignetes Einstellungskriterium für Fortbildende? Zum Zusammenhang zwischen Berufsdauer und professionellem Fortbildendenwissen. In K.-S. Besa, D. Demski, J. Gesang & J.-H. Hinzke (Hrsg.), Evidenz und Forschungsorientierung in Lehrer*innenbildung, Schule, Bildungspolitik und -administration: Neue Befunde zu alten Problemen (S. 153-174). |
| Quelle | In: Forschungsmonitor Schule, (2026) 200, 5 S.Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext (Rezension) |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2513-0900 |
| Schlagwörter | Eignung; Test; Personalauswahl; Berufserfahrung; Fortbildung; Weiterbildung; Professionalität; Rekrutierung; Rezension |
| Abstract | Für das Personal, das in Deutschland die berufsbegleitenden Weiterbildungsveranstaltungen von Lehrkräften durchführt, gibt es keine feststehenden Rekrutierungsverfahren. Häufig wird "Berufserfahrung" als Auswahlkriterium genannt, obwohl unklar ist, inwiefern sie die Aufgabenbewältigung von Lehrkräftefortbildenden oder ihre Fortbildungskompetenz beeinflusst. Daniel Scholl und Christoph Schüle hinterfragen, inwiefern man Berufserfahrung in Form von Dienstjahren als geeignetes Kriterium für die Anwerbung von Fortbildenden mit hohem Professionswissen nutzen kann. Daher entwickelten sie zunächst einen Test zu Merkmalen lernwirksamer Fortbildungen (z. B. curricularer Bezug, Verschränkung von Input-, Erprobungs-, Transfer- und Reflexionsphasen) und gehen davon aus, dass das damit gemessene "generische Fortbildendenwissen" einer Person einen wichtigen Prädiktor für die Qualität ihrer Fortbildungen darstellt. In ihrer Studie untersuchen sie, welche Zusammenhänge sich nachweisen lassen zwischen diesem Fortbildendenwissen und Berufserfahrung, Alter, Fortbildungshäufigkeit, primärer beruflicher Tätigkeit, Fortbildungsinhalten sowie dem Schulformbezug von Fortbildungsangeboten. Zur Datenerhebung führten die Autoren eine Onlinebefragung im Rahmen einer Gelegenheitsstichprobe von 29 Fortbildenden durch; ausgewertet wurden die Daten durch Analyse von Häufigkeitsverteilungen, Mittelwerten und Korrelationen. Die Ergebnisse belegen einen mittelgroßen negativen Zusammenhang von Berufserfahrung und Fortbildendenwissen (r = -.37, p ( .05); darüber hinausweisende Zusammenhänge lassen sich nicht nachweisen bzw. werden nicht signifikant. Deskriptiv deutet sich an, dass Hochschulangehörige tendenziell geringeres Fortbildendenwissen aufweisen als Lehrkräfte und Angestellte der Bildungsadministration. Die Autoren behandeln ein bedeutsames Thema, zu dem bislang kaum Erkenntnisse vorliegen. Allerdings ist bei der Interpretation der Daten zu beachten, dass die Stichprobe sehr klein und nicht repräsentativ ist. Zudem wurde das Kriterium der Berufserfahrung lediglich über die Anzahl der Dienstjahre erfasst, auch die Fortbildungskompetenz wird aus theoretischem Wissen abgeleitet und bezieht nicht die tatsächliche Umsetzungsqualität mit ein. (Orig.). |
| Erfasst von | Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW), Soest |
| Update | 2026/4 |