Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Hensel, Sonja |
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| Titel | Rezension zu: Unterholzner, F. (2021). Sprachbetrachtung - metakognitiv aktivierend und altersangepasst. Eine Interventionsstudie zur Vermittlung von das/dass-Schreibung und Kommasetzung zwischen (Teil-)Sa? tzen. Bochum: Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität. |
| Quelle | In: Forschungsmonitor Schule, (2026) 199, 8 S.Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext (Rezension) |
| Beigaben | Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2513-0900 |
| Schlagwörter | Entwicklungspsychologie; Metakognition; Deutschunterricht; Funktionale Grammatik; Sprachbewusstsein; Rezension |
| Abstract | Franz Unterholzner untersucht anhand der das/dass-Schreibung und der Kommasetzung zwischen Teilsätzen, inwiefern eine metakognitiv aktivierende, altersangepasste Sprachbetrachtung sinnvoll ist. In 6 Schulstunden wurde mit möglichst sparsamer Fachterminologie versucht, die diesbezügliche Performanz einer Gruppe von 91 Sechst- und 76 Zehntklässlerinnen und -klässlern zu verbessern. Die Experimentalgruppe erhielt Input zur Metakognition, die Kontrollgruppe stattdessen mehr Übungszeit. Dabei ging es konkret um 3 Forschungsfragen: Ist situationsentbundene, handlungsentlastete, konsequent lernzielorientiert geplante Sprachbetrachtung wirksam für die sprachliche Performanz? Sollten Sprachbetrachtungsinhalte für besseren Lernerfolg tendenziell in höherem Alter unterrichtet werden (altersangepasste Sprachbetrachtung)? Führt die Vermittlung von Sprachbetrachtungsinhalten in Verbindung mit der Vermittlung metakognitiver Strategien zu größeren und nachhaltigeren Lernerfolgen (metakognitiv aktivierende Sprachbetrachtung)? Die Intervention führt zu deutlichen Lernerfolgen: Die Anzahl an richtigen Lösungen steigt signifikant an, besonders im Bereich der das/dass-Schreibung. Dabei profitieren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 6 und 10 gleichermaßen von der Intervention. Keinen signifikanten Effekt bringt die zusätzliche Schulung von Metakognition, wobei unklar ist, ob dies per se keinen größeren Lernerfolg bei sprachlichen Lernzielen bringt oder ob es an dem spezifischen Design der Studie liegt. Der Autor folgert, dass ein Unterricht, der Sprachbetrachtung fokussiert, dabei aber den grammatikalischen Input konsequent auf das für das Lernziel Notwendige beschränkt, durchaus erfolgreich sein kann. Zudem hält er es für sinnvoll, die Verteilung von grammatikalischen Unterrichtsinhalten neu zu denken und beispielsweise in der Grundschule auf explizit grammatische Inhalte zu verzichten. Interessen- und erfahrungsgeleitete Sprachreflexion sollte dagegen von Anfang an einen Stellenwert haben. Demgegenüber sollte die Vermittlung grammatikalischer Inhalte wie der das/dass-Schreibung nicht mit der Sekundarstufe I enden, sondern wäre damit durchaus auch ein Thema für die Oberstufe. (Orig.). |
| Erfasst von | Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW), Soest |
| Update | 2026/4 |