Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Braune, Holger |
|---|---|
| Titel | Rezension zu: Killus, D. & Paseka, A. (2016). Eltern als Partner, Zulieferer oder Kunden von Schule? Empirische Befunde zum Verhältnis von Elternhaus und Schule. Zeitschrift für Bildungsforschung, 6(2), 151-168. |
| Quelle | In: Forschungsmonitor Schule, (2026) 9, 7 S.Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext (Rezension) |
| Beigaben | Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2513-0900 |
| Schlagwörter | Beziehung; Wahrnehmung; Partnerschaft; Eltern; Schule; Lehrer; Datenanalyse; Regressionsanalyse; Befragung; Empirische Untersuchung; Kundenorientierung; Elternarbeit; Diskurs; Kooperation; Rezension; Typologie; Unterstützung; Deutschland |
| Abstract | Neben Schülerinnen und Schülern sind auch deren Eltern eine zentrale Bezugsgruppe von Lehrkräften. Dabei lassen sich verschiedene Zuständigkeiten, Erwartungen und Rollen konzeptualisieren, die von Schule an Eltern adressiert werden und die Eltern auf sich selbst projizieren. Killus und Paseka unterscheiden die Konzepte Eltern als Partner, die mit der Schule kooperieren und sich mit Lehrkräften austauschen, Eltern als Zulieferer, die ihre Kinder bei schulischen Angelegenheiten unterstützen, und Eltern als Kunden, die mit den Leistungen von Schule und Lehrkräften mehr oder weniger zufrieden sind. Hierzu untersuchen die Autorinnen 3 Fragestellungen: Inwieweit nehmen sich Eltern als Partner und als Zulieferer wahr und wie zufrieden sind sie als Kunden mit Schule und Lehrkräften? Lassen sich bestimmte Elterntypen identifizieren? Inwiefern hängen die Elterntypen zusammen mit dem Bildungsabschluss oder einem Migrationshintergrund der Eltern, mit der besuchten Schulform oder einer Unter- bzw. Überforderung des Kindes? Die Studie basiert auf repräsentativen Daten aus der 2. JAKO-O Bildungsstudie, in der 3 000 Elternteile von schulpflichtigen Kindern telefonisch befragt wurden zu ihren Beiträgen als Partner und Zuliefernde, zu ihrer Zufriedenheit, ihrem Bildungsabschluss, Migrationshintergrund und zur besuchten Schulform des ältesten schulpflichtigen Kindes sowie seiner Über- bzw. Unterforderung. Ausgewertet wurden die Daten anhand von Mittelwertberechnungen, einer Clusteranalyse und einer Regressionsanalyse. Im Ergebnis nehmen sich Eltern in ähnlichem Maße als Partner und Zuliefernde wahr und bewerten die Leistungen von Schule und Lehrkräften allgemein positiv. Es lassen sich 3 Elterntypen unterscheiden: involvierte und zufriedene Eltern mit Zuliefererfunktionen (51.7 %), mäßig involvierte und mäßig zufriedene Eltern mit Zuliefererfunktionen (22.5 %), involvierte und zufriedene Eltern ohne Zuliefererfunktion (25.8 %). Während der Elterntyp mit der besuchten Schulform und einer Unter- bzw. Überforderung des Kindes in Zusammenhang steht, hängt die Zuordnung kaum von der sozialen oder ethnischen Herkunft der Eltern ab. Killus und Paseka belegen schlüssig, dass Eltern bestimmten Elterntypen zugeordnet werden können, wobei die Zuordnung stärker abhängt von der besuchten Schulform des Kindes und seiner Über- bzw. Unterforderung als von den untersuchten Elternmerkmalen. Insofern liefert die Studie wichtige Impulse für weitere Forschung zur Frage nach der Verhältnisbestimmung von Schule und Elternhaus. Insbesondere erweist sich die Lektüre des Diskussionsteils der Studie als Gewinn. (Orig.). |
| Erfasst von | Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW), Soest |
| Update | 2026/4 |