Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Sander, Heinz |
|---|---|
| Titel | Rezension zu: Schweinberger, K., Mahler, S. & Quesel, C. (2019). Auf die Größe kommt es an? - Nicht immer. Einfluss von Schulgröße und politisch zugestandener schulischer Entwicklungsautonomie auf die Einschätzung der Lehrpersonen zum Wissensgewinn durch die Externe Schulevaluation. Zeitschrift für Evaluation, 10(1), 49-76. |
| Quelle | In: Forschungsmonitor Schule, (2026) 38, 8 S.Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext (Rezension) |
| Beigaben | Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2513-0900 |
| Schlagwörter | Autonomie; Schule; Schulentwicklung; Lehrer; Lehrerin; Lehrkörper; Größe; Externe Evaluation; Rezension |
| Abstract | Für Schulentwicklung können Informationen genutzt werden, die im Rahmen externer Evaluationen zurückgemeldet werden. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern der subjektive Wissensgewinn der Lehrkräfte von strukturellen Merkmalen wie der Schulgröße und dem Maß der einer Schule gewährten Entwicklungsautonomie abhängt. Hierzu untersuchten Schweinberger et al. anhand einer Stichprobe von 25 Schweizer Schulen unterschiedlicher Größe und Autonomie im Mixed-Methods-Längsschnitt-Design unter Einbeziehung (quantitativer) Online-Fragebogen- und (qualitativer) Gruppendiskussionsdaten die Rolle von Schulgröße und Entwicklungsautonomie auf den subjektiven Wissensgewinn. Die Daten wurden jeweils zu 2 Messzeitpunkten erhoben: kurz nach der Evaluation sowie ein Jahr später. Lehrkräfte von kleinen Schulen mit hoher Entwicklungsautonomie berichten zu beiden Messzeitpunkten die im Durchschnitt höchsten subjektiven Wissensgewinne. Jedoch sind die Faktoren Zeit x Entwicklungsautonomie x Schulgröße nicht unabhängig voneinander, denn nur bei großen Schulen mit geringer Autonomie lässt sich im Verlauf ein Wissenszuwachs nachweisen. Hier profitieren die Schulen bei der Verarbeitung von Evaluationsergebnissen offenbar von einer engen Begleitung durch die Schulbehörde - auch wenn diese gelegentlich als Gängelung im Rahmen einer Top-Down-Dynamik empfunden wird. Schweinberger et al. leiten aus ihrer Studie die Notwendigkeit ab, zukünftig weitere Faktoren für die Schulentwicklung in den Blick zu nehmen und objektivere Maße für den Wissensgewinn (nicht nur Selbsteinschätzung durch die Lehrkräfte) zu berücksichtigen. Der Ansatz von Schweinberger et al. erweist sich durch die Kombination quantitativer und qualitativer Daten als gelungene Herangehensweise. Allerdings bleiben hinsichtlich des Designs auch Fragen offen, so z. B. im Hinblick auf die Gründe für die Wahl der Messzeitpunkte. Die insgesamt geringe Zahl an Befragten lässt an der Repräsentativität der ermittelten Befunde zweifeln. Insgesamt überzeugt der Ansatz, strukturelle Aspekte des schulischen Lebens verstärkt in den Blick zu nehmen und sie im Hinblick auf die dadurch ermöglichte Leistungs- und Entwicklungsfähigkeit der Schule auszuwerten. (Orig.). |
| Erfasst von | Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW), Soest |
| Update | 2026/4 |