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Die Arbeit Bruno Bettelheims, eines amerikanischen Psychoanalytikers, der in seiner Orthogenic School in Chicago mit autistischen und psychotischen Kindern in einem schuetzenden, umfassenden therapeutischen Milieu arbeitet, ist in deutschsprachigen, heilpaedagogischen Kreisen nur wenig bekannt. Der Grund fuer diese Ausgrenzung wird in der "Schuldhypothese" gesehen, nach der Bettelheim die Muetter von autistischen Kindern fuer das Schicksal ihrer Kinder verantwortlich macht. Anhand von Zitaten aus Bettelheims Werken wird verdeutlicht, dass die Schuldhypothese nicht haltbar ist. Im weiteren stellt der Autor Ueberlegungen an, warum dieser Mythos der Schuldfrage unter verhaltenstherapeutisch orientierten Autoren noch immer fortlebt. Die Ursachen sieht er in einer Ablehnung der Psychoanalyse und der eigenen emotionalen Problematik mit der erschuetternden und grauenvollen Welt, in der autistische Kinder leben (Todesaengste, Hassgefuehle als Folge extremer Unterdrueckung oraler Aggressionen). Abschliessend wird auf den "Mythos der Wolfskinder" eingegangen, die nach Bettelheim eindeutig autistische Kinder sind.
Erfasst von
Hessisches Landesinstitut für Pädagogik, Wiesbaden
Update
1994_(CD)
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0513-9066
Kaufhold, Roland: Bruno Bettelheim und der "Mythos" der Schuldfrage. 1988.
2173636
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