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Autor/inMarks, Stephan
TitelWarum folgten sie Hitler?
Die Psychologie des Nationalsozialismus.
Gefälligkeitsübersetzung: Why did they follow Hitler? The psychology of Nazism.
QuelleDüsseldorf: Patmos (2007), 219 S.    Verfügbarkeit 
BeigabenFotografien
ZusatzinformationInhaltsverzeichnis
Rezension
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Monographie
ISBN978-3-491-36004-4
SchlagwörterBewusstsein; Charisma; Emotionalität; Identifikation; Schamgefühl; Selbsteinschätzung; Trauma (Psy); Ehre; Drittes Reich; Hypnose; Regression; Nationalsozialismus; Schuld; Stigmatisierung; Weltkrieg I; Wertorientierung; Glaube; Magie; Jude; Hitler, Adolf
AbstractDer Verfasser vertritt die These, dass der spezifisch nationalsozialistische Bewusstseinszustand sich als regressiv und magisch beschreiben lässt. Dieses Bewusstsein war beherrscht von Vorstellungen wie außergewöhnlich, heilig, unheimlich und zauberisch. In diesem Sinne lässt sich dieser Bewusstseinszustand auch als hypnotische Trance verstehen. Demzufolge war der Fokus der Aufmerksamkeit eingeengt und gefesselt von einer Person (Adolf Hitler) bzw. von einer Sache ('Drittes Reich'), unter Ausblendung großer Teile der Wirklichkeit. 'Glauben' war wichtiger als 'wissen'. Es wird gezeigt, dass der Nationalsozialismus seine psychosoziale Dynamik u. a. aus Schamgefühlen bezog, deren Abwehr er anbot und legitimierte, etwa durch Idealisierungen und Größenphantasien, durch Versprechungen, die Ehre Deutschlands wiederherzustellen, durch ein zynisches Weltbild der Härte, Arroganz und Verachtung gegenüber Bevölkerungsgruppen, die per Projektion als 'schwach' gebrandmarkt und beschämt, gedemütigt, ausgeschlossen, zu Objekten gemacht und vernichtet wurden. Der Nationalsozialismus speiste sich auch aus den narzisstischen Defiziten seiner Anhänger, die er auszufüllen versprach. Dies erfolgte u. a. durch Vorstellungen von Auserwählt-Sein und Elite, durch narzisstische Gratifikationen (mittels diverser Ehrungen, Beförderungen usw.), eingebettet in ein heroisches Weltbild. Der Nationalsozialismus erwuchs aus der Abwehr der Traumata des Ersten Weltkrieges. Der ganze Lebensstil der NS-Anhänger war auf das 'Dritte Reich' und den 'Führer' ausgerichtet, unter Vernachlässigung von familiären Interessen und moralischen Werten. Zum Schluss wird argumentiert, dass der Nationalsozialismus nicht darauf zielte, die Menschen kognitiv zu überzeugen, sondern sie emotional einzubinden. Er lebte von der narzisstischen Bedürftigkeit und Abhängigkeit seiner Anhänger, von ihren Schamgefühlen, Kriegstraumata und frühkindlichen Erlösungsphantasien. (ICG2). Die Untersuchung enthält quantitative Daten. Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 1933 bis 1945.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2008/2
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