Literaturnachweis - Detailanzeige
| Institution | Deutschland / Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend |
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| Titel | Berufsbildungsbericht 2026. Stand: Mai 2026. |
| Quelle | Bonn (2026), 178 S.
PDF als Volltext |
| Reihe | Berufsbildungsbericht... / Bundesministerium für Bildung und Forschung |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Monografie |
| Schlagwörter | Bildungspolitik; Ausbildung; Berufsbildung; Berufsbildungsbericht; Teilzeitbeschäftigung; Übergang Ausbildung - Beruf; Ausbildungsplatzangebot; Ausbildungsplatznachfrage; Ausbildungsvertrag; Berufsvorbereitung; Erste Schwelle; Betriebliche Berufsausbildung; Betriebliche Weiterbildung; Ausbildungsquote; Ausbildungsstellenvermittlung; Schulische Berufsausbildung; Dualer Studiengang; Weiterbildungsförderung; Abbruch; Auswirkung; Jahresbericht; Quote; Übernahme; Ausländer; Jugendlicher; Deutschland |
| Abstract | "Die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger im Sektor "Berufsausbildung" ging 2025 im Vergleich zum Vorjahr 2024 etwas zurück (-1,2 Prozent). Während die duale Berufsausbildung nach BBiG/HwO (-3,3 Prozent) als auch die sogenannte sonstige schulische Berufsausbildung (-1,7 Prozent) Rückgänge verzeichneten, stieg die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger in der Berufsausbildung im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen (+3,8 Prozent). Im "Übergangsbereich" nahm die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger um 0,7 Prozent zu. Die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger im Sektor "Erwerb der HZB" blieb konstant (-136 bzw. 0,0 Prozent), auch weil sich seit zwei Jahren keine starken Veränderungen der Schülerzahlen durch die Rückkehr zu G9 zeigen. Im Sektor "Studium" gab es 2025 einen leichten Anstieg (1,6 Prozent). Minus bei der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung: Die derzeitige schwierige wirtschaftliche Situation in Deutschland spiegelt sich in der Ausbildungsbilanz des Jahres 2025 wider. Zum 30. September 2025 wurden 476.000 Ausbildungsverträge gezählt, 10.300 (-2,1 Prozent) weniger als 2024. Die Zahl der betrieblichen Verträge lag mit 461.000 (-2,5 Prozent oder 12.000 Verträge) unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der außerbetrieblichen Verträge dagegen stieg um 12,4 Prozent oder 1.700 auf 15.000. Rückgänge auch beim Ausbildungsangebot: Deutlich zurückgegangen ist im Jahr 2025 das Angebot an Ausbildungsplätzen: Bundesweit wurden 530.300 Ausbildungsstellen angeboten. Das Ausbildungsangebot (neu abgeschlossene Ausbildungsverträge plus unbesetzte Berufsausbildungsstellen) fiel somit 25.300 Stellen (-4,6 Prozent) niedriger aus als im Vorjahr. Das betriebliche Ausbildungsangebot (ohne überwiegend öffentlich finanzierte Ausbildungsstellen) lag bei 515.300. Somit haben Betriebe und Unternehmen in Deutschland 27.000 (-5,0 Prozent) Ausbildungsplätze weniger zur Verfügung gestellt als im Vorjahr. Anstieg bei erweiterter, Rückgang bei traditioneller Nachfrage: Die Nachfrage nach Ausbildung errechnet sich aus der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge (realisierte Nachfrage) zuzüglich der Zahl der in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Personen, die noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind. Nach der traditionellen Nachfragedefinition lag die Nachfrage 2025 bei 515.800. Das sind 1.600 (-0,3 Prozent) weniger als 2024. Die Nachfrage nach der erweiterten Definition, die auch Bewerberinnen und Bewerber mit Alternative und weiterem Vermittlungswunsch in Ausbildung einbezieht, ist auf 560.300 gestiegen (+3.700 bzw. +0,7 Prozent zu 2024). Weiterhin Schwierigkeiten bei der Passfähigkeit von Angebot und Nachfrage sowie zunehmende Versorgungsprobleme: Zum Stichtag 30. September waren noch 39.900 Bewerberinnen und Bewerber unversorgt. Das ist ein neuer Höchststand bezogen auf die Zeitreihe seit 2009. Verglichen mit dem Vorjahr ist die Zahl der Unversorgten um 8.700 (+28,0 Prozent) gestiegen. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber mit Alternative und weiterem Vermittlungswunsch in Ausbildung lag mit 44.500 ebenfalls über dem Vorjahresniveau (+5.300 bzw. +13,4 Prozent). Insgesamt waren somit 84.400 Bewerberinnen und Bewerber noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle und wünschten eine entsprechende Vermittlung durch die BA. Das sind 14.000 mehr als im Vorjahr (2024: 70.400). Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen ist 2025 erneut gesunken. Sie sank um 15.000 (-21,6 Prozent) auf 54.400. Somit wies die Statistik der BA zum Stichtag 30. September mehr noch suchende Bewerberinnen und Bewerber als unbesetzte Stellen aus. Nach wie vor ist es schwierig, Ausbildungsangebot und -nachfrage zusammenzuführen. Während der Anteil unbesetzter Stellen am betrieblichen Gesamtangebot nach Anstiegen in den Vorjahren zuletzt wieder leicht gesunken ist (2023: 13,4 Prozent; 2024: 12,8 Prozent; 2025: 10,6 Prozent), fiel der Anteil der noch eine Ausbildungsstelle suchenden Bewerberinnen und Bewerber an der Gesamtnachfrage höher aus (2023: 11,5 Prozent; 2024: 12,6 Prozent; 2025: 15,1 Prozent). Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Berufen und Regionen." Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 2005-2025 (Textauszug, IAB-Doku). |
| Erfasst von | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg |
| Update | 2026/4 |