Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/inn/en | Greschkow, Alice; Kluge, Christine; Schreiner, Franziska; Stegner, Kristina; Wandhoff, Lauritz |
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| Institution | Nordrhein-Westfalen / Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales; Prognos AG |
| Titel | Neue Formen der Arbeit. Explorative Studie zu den Megatrends der modernen Arbeitswelt und ihrer Auswirkungen auf Beschäftigte. [Stand:] April 2026. Gefälligkeitsübersetzung: Erstellt im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen. |
| Quelle | Berlin (2025), 175 S.
PDF als Volltext |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Monografie |
| Schlagwörter | Künstliche Intelligenz; Substitution; Automatisierung; Technologische Entwicklung; Altersstruktur; Arbeitszeitflexibilität; Soziale Sicherung; Beschäftigungseffekt; Einkommen; Einkommenshöhe; Kleingewerbe; Plattformökonomie; Produzierendes Gewerbe; Unternehmensgröße; Beschäftigungsentwicklung; Arbeit; Arbeitsplatz; Berufsgruppe; Erwerbsform; Qualifikationsbedarf; Qualifikationsstruktur; Unternehmer; Weiterbildungsbedarf; Arbeitsform; Auswirkung; Entgrenzung; Qualität; Sektorale Verteilung; Tätigkeitsfeld; Zukunft; Arbeitskraftunternehmer; Selbstständiger; Deutschland; Nordrhein-Westfalen |
| Abstract | "Homeoffice, Plattformarbeit, Soloselbstständigkeit, künstliche Intelligenz: Die Arbeitswelt verändert sich schneller als viele ihrer Regeln. Doch wer profitiert vom Wandel - und wer droht zurückzufallen? Unsere Studie für das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen untersucht die zentralen Trends einer Arbeitswelt im Wandel und deren Auswirkungen auf Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen. Sie bietet eine fundierte Grundlage, um strategische arbeitsmarktpolitische Impulse im Land zu schaffen. Arbeitswelt im Umbruch - Chancen und Risiken liegen nah beieinander: Die Transformation der Arbeitswelt verläuft unterschiedlich, sie wirkt je nach Beschäftigungsform, Branche und Qualifikationsniveau. Aus der Analyse ergeben sich folgende Kernerkenntnisse: Soloselbstständigkeit bleibt relevant, aber sozial riskant. Soloselbstständige bilden eine kleine, heterogene und politisch oft wenig sichtbare Gruppe. Viele kämpfen mit geringen Einkommen und unzureichender sozialer Absicherung - besonders im Handwerk, in der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie in Gesundheitsberufen. Plattformarbeit ist verbreitet, aber selten Haupterwerb. Die meisten Plattformarbeitenden sind anderweitig sozialversicherungspflichtig beschäftigt und nutzen Plattformarbeit als Nebenverdienst. Dennoch bestehen Schutzbedarfe, insbesondere in körperlich belastenden Dienstleistungsbereichen. Mobile Arbeit hat sich auf erhöhtem Niveau stabilisiert. Mobile Arbeit erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und stärkt die Autonomie. Sie birgt aber Risiken wie Entgrenzung, soziale Isolation und Produktivitätsverluste, wenn klare Regeln, Führung und Austausch fehlen. Digitale Transformation verändert Tätigkeiten, nicht Beschäftigung insgesamt. Automatisierung ersetzt vor allem Routinetätigkeiten, während analytische, interaktive und digitale Kompetenzen wichtiger werden. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen vor hohen Anforderungen an Investitionen und Qualifizierung. Künstliche Intelligenz erreicht zunehmend auch hochqualifizierte Tätigkeiten. KI kann Produktivität steigern und Leistungsunterschiede verringern. Ihr Potenzial entfaltet sie aber nur, wenn Beschäftigte einbezogen werden und das nötige Anwendungswissen besitzen. Flexibilisierung braucht Leitplanken. Mehr zeitliche und räumliche Flexibilität erhöht ohne klare Regeln das Risiko von Stress und Überlastung. Schutzstandards, Selbstmanagement-Kompetenzen und eine neue Qualität von Führung sind entscheidend. Weiterbildung ist der Schlüssel - und zugleich ungleich verteilt. Besonders die vom Wandel am stärksten betroffenen Gruppen nehmen am seltensten an Qualifizierungen teil. Informelles, arbeitsintegriertes Lernen gewinnt an Bedeutung, wird aber bislang kaum anerkannt. Handlungsorientierung: Gestaltungsauftrag für Politik, Betriebe und Sozialpartner. Nordrhein-Westfalen verfügt über eine etablierte und ausdifferenzierte Arbeitsmarktinfrastruktur. Diese Stärke ist keine Garantie, aber es ist eine tragfähige Grundlage. Die Herausforderung liegt darin, Strukturen und Akteure besser zu vernetzen, sichtbarer zu machen und weiterzuentwickeln. Eine Politik, die die soziale Marktwirtschaft ernst nimmt, muss besonders gefährdete Gruppen gezielt unterstützen und ihre Anliegen hören. NRW hat die Akteure, die Erfahrung und die Institutionen, um diese Aufgabe zu bewältigen. Entscheidend bleibt der politische Wille, diese Ressourcen klug einzusetzen. Unsere Vorgehensweise: Methoden-Mix über zwei Jahre: Aufarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse und politischer Debatten zu fünf Themenfeldern (Soloselbstständigkeit, Plattformarbeit, Mobile Arbeit, Digitale Industrie, KI). Ableitung von Querschnittsthemen: Vertiefung der zentralen Gestaltungsfelder Digitalisierung, Flexibilisierung und Weiterbildung. Expertengespräche und Fokusgruppen: Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Workshops mit Praxisexpertinnen und -experten aus Unternehmen, Verbänden und Förderprojekten in Nordrhein-Westfalen. Einbindung der Sozialpartnerschaft: Priorisierung der Ergebnisse durch Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite." Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 1991-2026 (Textauszug, IAB-Doku). |
| Erfasst von | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg |
| Update | 2026/4 |