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Autor/inn/enProeger, Till; Meub, Lukas
InstitutionVolkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen
TitelHandwerk im Bevölkerungsschutz und Resilienz in Krisenzeiten.
QuelleGöttingen (2026), 34 S.
PDF als Volltext kostenfreie Datei  Link als defekt meldenVerfügbarkeit 
Reiheifh Forschungsbericht / Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand & Handwerk an der Universität Göttingen. 37
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
DOI10.47952/gro-publ-397
SchlagwörterResilienz; Planung; Energiepolitik; Innenpolitik; Innere Sicherheit; Nachhaltige Entwicklung; Public Private Partnership; Höherqualifikation; Qualifikationsniveau; Handwerk; Auswirkung; Forschungsbericht; Infrastruktur; Krisenmanagement; Deutschland
Abstract"Deutschland steht als Industriegesellschaft in einer Zeit multipler Krisen vor der Herausforderung, eine komplexe technische Infrastruktur aufrechtzuerhalten, obwohl Investitionen in physische Infrastrukturen und das sie tragende technisch-handwerkliche Humankapital über Jahrzehnte zurückgegangen sind. Parallel erhöhen Klimaveränderung, der demografische Wandel, steigende Energiepreise sowie wachsende soziale und geopolitische Spannungen den Druck auf kritische Infrastrukturen und das Risiko systemischer Krisen. Für die unmittelbare Reaktion auf derartige Krisen, aber auch für die langfristige Erhöhung der gesamtstaatlichen Resilienz spielt das Handwerk eine entscheidende Rolle. Die vorliegende Studie analysiert dafür die kurz- und langfristige Perspektive und verdeutlicht so den Beitrag des Handwerks für die Erhöhung der gesamtstaatlichen Resilienz. Zunächst wird in einer langfristigen Perspektive die angespannte Ausgangslage von kritischer Infrastruktur geschildert, die sich insbesondere aus steigenden Energiekosten, begrenzten staatlichen Mitteln und rasch absinkendem Fachkräftepotenzial ergibt. Diese Rahmenbedingungen erzeugen Tendenzen zur Reduktion gesellschaftlicher und technischer Komplexität, woraus sich auch eine Entwicklung hin zu höherer Resilienz ergeben kann. Daran anknüpfend wird das Handwerk als zentraler Träger der materiellen Reproduktion technischer Infrastrukturen eingeordnet und die Perspektive der langfristigen Erhöhung der gesellschaftlichen Resilienz eingenommen. Hierfür wird die Anpassung von Infrastrukturen an ein ressourcenkonformes und nachhaltig tragfähiges Niveau durch mehr handwerkliche Qualifikationen in der Bevölkerung, höhere Autarkiegrade bei Vorprodukten sowie weniger komplexe und dadurch robustere Infrastrukturen beschrieben. In der kurzfristigen Perspektive wird anschließend skizziert, warum das Handwerk für die akute Reaktion auf Krisen entscheidend ist und wie eine systematische Einbindung des Handwerks in Strukturen des Bevölkerungsschutzes für die kurzfristige Wiederherstellung kritischer Infrastrukturen aussehen kann. Übergreifend werden Handlungsempfehlungen für die Verknüpfung von Handwerk und Bevölkerungsschutz sowie zur Erhöhung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz gegeben und künftige Forschungsbedarfe für dieses aus Handwerkssicht bislang wenig beachtete Themengebiet formuliert." (Autorenreferat, IAB-Doku).
Erfasst vonInstitut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg
Update2026/4
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