Literaturnachweis - Detailanzeige
| Sonst. Personen | Uhrig, Klaus (interviewte Person); Pahl, Jochen (Interviewer/-in) |
|---|---|
| Titel | "Ideologie findet nicht im menschenfreien Raum statt." Podcast-Storytelling als Ideologiekritik. Ein Interview mit Klaus Uhrig. |
| Quelle | In: Geschichte für heute, 19 (2026) 2, S. 8-20Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 1866-2099; 2749-4853 |
| DOI | 10.46499/2689.3767 |
| Schlagwörter | Ideologie; Ideologiekritik; Erzählung; Geschichte (Histor); Geschichtsunterricht; Politische Bildung; Podcast; Deutschland |
| Abstract | Im Interview spricht Klaus Uhrig über Podcasts als Format für Ideologiekritik und hebt deren besondere Stärke in der zeitlichen Tiefe und erzählerischen Offenheit hervor. Lange Podcast-Serien ermöglichen es, Faszination für Personen oder Ideen zunächst ernst zu nehmen und sie anschließend kritisch zu hinterfragen, ohne vorschnell zu vereinfachen. Uhrig betont die Notwendigkeit, Faszination nicht unkommentiert stehen zu lassen, sondern Aussagen fortlaufend zu prüfen und einzuordnen, um Selbststilisierungen nicht zu reproduzieren. Am Beispiel seiner Podcasts zu Peter Thiel und Leni Riefenstahl erläutert er die Gratwanderung zwischen analytischer Distanz und erzählerischer Nähe. Skeptisch äußert er sich gegenüber stark vereinfachenden Erzählmustern wie der Heldenreise, da diese Identifikation erzeugen und kritische Perspektiven verengen können. Besonderes Augenmerk legt er auf mediale Macht, Propaganda und die Rolle von Bildern - sowohl im historischen Kontext des Nationalsozialismus als auch angesichts aktueller Entwicklungen rund um Social Media und KI. (Orig.). |
| Erfasst von | DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main (extern) |
| Update | 2026/4 |