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Autor/inLuo, Wei
TitelTopoi and topology of German-language history of education. Semantic network analysis based on textbooks (1779-1934).
Paralleltitel: Topoi und Topologie der deutschsprachigen Bildungsgeschichte. Eine Analyse semantischer Netzwerke basierend auf Lehrbüchern (1779-1934).
QuelleIn: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 29 (2026) 4, S. 1173-1194Infoseite zur Zeitschrift
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Spracheenglisch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1434-663X; 1862-5215
DOI10.25656/01:36018 10.1007/s11618-026-01393-9
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-360185
SchlagwörterBildungsgeschichte; Lehrbuch; Semantik; Topologie; Geschichte (Histor); 18. Jahrhundert; 19. Jahrhundert; 20. Jahrhundert; Analyse; Netzwerk
AbstractDie Bildungsgeschichte als Rahmen zur Organisation pädagogischen Wissens hat eine entscheidende Rolle bei der Prägung der Produktion und Kommunikation pädagogischer Ideen gespielt. Ihre diskursive Struktur ist jedoch bislang nicht systematisch und empirisch untersucht worden. Diese Studie verbindet foucaultsche Ansätze einer Wissensgeschichte mit digitalen Methoden der Geschichtswissenschaft, um das diskursive System in deutschsprachigen Lehrbüchern zur Bildungsgeschichte zu rekonstruieren. Ausgangspunkt ist ein Korpus von 143 Lehrbüchern, die zwischen 1779 und 1934 veröffentlicht wurden. Daraus wurde ein maschinenlesbares Textkorpus mit rund 22 Mio. Wörtern erstellt. Mittels einer distributionsbasierten semantischen Metrik wird das diskursive System als semantisches Netzwerk der am häufigsten verwendeten Substantive modelliert. Die Analyse zeigt, dass sich das Diskurssystem um sieben miteinander verbundene Topoi organisiert, die über bestimmte topologische Pfade verknüpft sind. Darüber hinaus wird die historische Entwicklung dieser semantischen Struktur nachgezeichnet und in verschiedene chronologische Phasen unterteilt, die Verschiebungen in der relativen Bedeutung einzelner Topoi widerspiegeln. Diese Transformationen stehen in engem Zusammenhang mit den institutionellen Rahmenbedingungen der Wissensproduktion. Der methodische Zugang dieser Arbeit bietet einen flexiblen Analyseansatz zur Untersuchung bildungsbezogener Diskurse im weiteren gesellschaftlichen und transnationalen historischen Kontext. (DIPF/Orig.).

The history of education, as a framework for organizing educational knowledge, has played a crucial role in shaping the production and communication of pedagogical ideas. However, its discursive structure has yet to be systematically examined through empirical analysis. This study combines Foucauldian approaches to the history of knowledge with digital history methods to reconstruct the discursive system embedded in German-language educational history textbooks. Focusing on a corpus of 143 textbooks published between 1779 and 1934, the study builds a machine-readable dataset comprising approximately 22mio. words. By employing a distribution-based semantic metric, the study models the discursive system as a semantic network among the most frequently used nouns in the corpus. It is revealed that the system is organized around seven interconnected Topoi, with certain topological paths linking them. Furthermore, the study traces the historical evolution of this semantic structure, identifying distinct chronological phases that reflect shifts in the relative importance of different Topoi. These transformations are shown to be closely tied to the institutional settings of knowledge production. The methodological approach outlined in this research provides a flexible framework for studying educational discourse within broader social and transnational historical contexts. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/4
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