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Autor/inn/enLörz, Markus; Bachsleitner, Anna; Neumann, Marko; Becker, Michael
TitelMechanismen sozialer Ungleichheit beim Übergang ins Gymnasium. Welche Rolle spielen Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen?
Paralleltitel: Mechanisms of social inequality in transition to upper secondary education. What role do students, parents and teachers play?
QuelleIn: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 29 (2026) 4, S. 1111-1145Infoseite zur Zeitschrift
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1434-663X; 1862-5215
DOI10.25656/01:36016 10.1007/s11618-026-01407-6
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-360163
SchlagwörterBildungsentscheidung; Soziale Ungleichheit; Soziale Herkunft; Übergang; Übergang Sekundarstufe I - Sekundarstufe II; Gymnasium; Empirische Untersuchung; Einflussfaktor; Akteur; Berlin; Deutschland
AbstractAm Übergang ins Gymnasium bestehen seit Jahrzehnten Ungleichheiten nach sozialer Herkunft. Obwohl die Forschung zu diesem Ungleichheitsphänomen bereits verschiedene Erklärungsansätze entwickelt hat, fehlt weiterhin ein systematischer Überblick darüber, welche Rolle den verschiedenen Akteur*innen im Übergangsprozess zukommt und über welche genauen Mechanismen die sozialen Ungleichheiten zu erklären sind. Der vorliegende Beitrag greift diese offenen Punkte auf und ermöglicht über die Integration der Überlegungen der kulturellen Reproduktionstheorie (Bourdieu 1982), der Rational Choice-Theorie (Boudon 1974) sowie der Theorie zur institutionellen Diskriminierung (Gomolla und Radtke 2009) ein umfassenderes Verständnis über die Entstehung sozialer Ungleichheit in den verschiedenen Phasen des Übergangs ins Gymnasium. Die Analyse basiert auf Daten der BERLIN-Studie zu den Rahmenbedingungen, Bildungsentscheidungen und Bildungswegen von Schüler*innen in Berlin. Anhand dieser Paneldaten ist es möglich, die verschiedenen Passagen des Übergangs ins Gymnasium zu betrachten und dabei sowohl die Perspektive der Schüler*innen, der Eltern als auch der Lehrkräfte zu berücksichtigen. In der Analyse wird zwischen Notenerwerb, Gymnasialempfehlung und tatsächlichem Übertritt ins Gymnasium unterschieden. Auf Basis von Pfadanalysen und KHB-Effektdekompositionen lässt sich zeigen, dass alle drei Akteur*innen an der Entstehung sozialer Ungleichheiten beteiligt sind, sich die Ungleichheitsmechanismen aber in den verschiedenen Phasen des Übergangs in ihrer direkten und indirekten Wirkungsweise unterscheiden. (DIPF/Orig.).

Social inequalities in the transition to upper secondary education have existed for decades. Inequality research has already developed various approaches to explain this phenomenon of inequality. Nevertheless, there is still no systematic overview of the role of the various actors in this status reproduction process and the exact processes through which social inequalities arise. This article addresses these ambiguities in the findings and, by integrating the considerations of cultural reproduction theory (Bourdieu 1982), rational choice theory (Boudon 1974) and theory of institutional discrimination (Gomolla and Radtke 2009), enables a more comprehensive understanding of the emergence of social inequality at the transition to upper secondary education. The analysis is based on the BERLIN-study on conditions, educational decisions and educational pathways of students in Berlin. Using this panel data, it is possible to look at the transition to upper secondary education over the period of the transition process, taking into account the perspectives of students, parents and teachers. In the analysis, a distinction is made between grade acquisition, recommendation status and actual transfer to upper secondary education. Based on path analyses and KHB-decomposition analyses, it can be shown that students, parents and teachers are involved in the emergence of social inequalities, but the mechanisms of inequality differ in their direct and indirect effects during the various phases of transition. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/4
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