Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Bachmayer, Siegfried |
|---|---|
| Titel | Kommunikationsbiografien von Menschen mit Hörbehinderung. Analyse struktureller Barrieren und Impulse für eine inklusive Erwachsenenbildung. Paralleltitel: Communication biographies of the hearing impaired. Analysis of structural barriers and ideas for inclusive adult education. |
| Quelle | In: Magazin Erwachsenenbildung.at, 19 (2026) 57, S. 77-85Infoseite zur Zeitschrift
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| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 1993-6818; 2076-2879 |
| DOI | 10.25656/01:35868 |
| URN | urn:nbn:de:0111-pedocs-358687 |
| Schlagwörter | Kommunikation; Qualitative Forschung; Erwachsenenbildung; Sonderpädagogik; Hörbehinderung; Inklusion; Barrierefreiheit; Biografie; Tauber Mensch |
| Abstract | Der Beitrag untersucht das Konzept der Kommunikationsbiografie als zentralen Motor für eine inklusive Erwachsenenbildung. Im Fokus steht die Lebenslaufperspektive hörbehinderter und schwerhöriger Menschen, deren kommunikative Erfahrungen häufig durch frühe normative Regulation und lautsprachlichen Anpassungsdruck geprägt sind. Kommunikation wird oft nicht als selbstverständlich, sondern als permanent zu optimierende Leistung erfahren, was biografische Übergänge zu kritischen Punkten im Lebenslauf machen kann. Auf Basis eines qualitativen Forschungsfeldes (2007-2023) und 18 vertieften narrativen Interviews werden strukturelle Muster rekonstruiert. Die Ergebnisse zeigen, dass auditive Routinen in Bildung und Beruf oft als "gläserne Decke" wirken und Teilhabechancen begrenzen. Gebärdensprachliche Gemeinschaften und Deaf-Led Ansätze hingegen ermöglichen Empowerment und alternative Kommunikationslogiken. Kommunikationstheoretische Ansätze werden mit der Biografie- und Übergangsforschung verbunden. Um die UN-Behindertenrechtskonvention durch barrierefreie Kommunikationsstrukturen und eine sensible pädagogische Haltung im Bildungssystem zu verankern, schlägt der Autor ein curriculares Modulsystem vor, das auf den Prinzipien des Universal Design for Learning basiert. Kommunikationsbiografien bilden somit zentrale Ansatzpunkte für eine Erwachsenenbildung, die Barrieren abbaut und Ressourcen über die gesamte Lebensspanne hinweg wirksam macht. (DIPF/Orig.). This article examines the concept of the communication biography as a central driver for inclusive adult education. The focus is on the life course perspective of deaf and hard-of-hearing individuals, whose communicative experiences are often shaped by early normative regulation and pressure to adapt to spoken language. Drawing on a qualitative research field (2007-2023) and 18 narrative interviews, structural patterns are reconstructed. The findings show that auditory routines in education and the workplace frequently act as a glass ceiling, limiting opportunities for participation. Sign language communities and Deaf-led approaches enable empowerment and alternative communication logics. The author proposes a curricular module system based on Universal Design for Learning principles. (DIPF/Orig.). |
| Erfasst von | DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main |
| Update | 2026/3 |