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Autor/inn/enShevchuk, Olha; Yahiiaiev, Illia
TitelCulture as a construct within the educational discourse. Ukrainian reflections.
QuelleIn: ZEP : Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik, 48 (2025) 4, S. 24-30Infoseite zur Zeitschrift
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Spracheenglisch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1434-4688; 2699-5549
DOI10.25656/01:35823 10.20377/zep-62
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-358238
SchlagwörterBildung; Pädagogik; Kompetenz; Kultur; Nationalerziehung; Schulreform; Schule; Interkulturelle Bildung; Krieg; Nationalbewusstsein; Patriotismus; Pluralismus; Diskurs; Herausforderung; Vielfalt; Russland; Ukraine
AbstractDieser Bericht untersucht die Konzeptualisierung und Anwendung von Kultur im ukrainischen Bildungsdiskurs, insbesondere im Zusammenhang mit der umfassenden russischen Invasion im Jahr 2022. Er identifiziert einen zentralen Konflikt zwischen der Notwendigkeit, die nationale Identität durch national-patriotische Bildung zu festigen, und der gleichzeitigen Verpflichtung zu internationalen Standards der Vielfalt und des interkulturellen Verständnisses, die für die Integration in die Europäische Union erforderlich sind. Während der offizielle Lehrplan "kulturelle Kompetenz" als einen Kernpfeiler der Reform der neuen ukrainischen Schule beinhaltet, wird die praktische Umsetzung der Diversitätspädagogik stark von den Erfordernissen der kulturellen Souveränität, der Entrussifizierung und der Integration von Binnenvertriebenen beeinflusst. Die Analyse zeigt, dass zwar die gesetzlichen Rahmenbedingungen Toleranz und Respekt für Vielfalt unterstützen, aber bei der Vorbereitung der Lehrkräfte hinsichtlich spezifischer Methoden für den interkulturellen Dialog nach wie vor eine erhebliche Lücke besteht. Im Vergleich zu westeuropäischen Modellen zeichnet sich der Ansatz der Ukraine durch seinen Fokus auf nationale Resilienz und die unmittelbaren psychologischen und sozialen Bedürfnisse einer vom Krieg betroffenen Bevölkerung aus. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass der Konflikt zwar die Priorisierung einer monolingualen nationalen Identität beschleunigt hat, die Ausgewogenheit zwischen dieser und inklusiven, pluralistischen Bildungszielen jedoch eine zentrale pädagogische Herausforderung für die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung der Ukraine bleibt. (DIPF/Orig.).

This report examines the conceptualization and application of culture within Ukrainian educational discourse, particularly in the context of the 2022 full-scale Russian invasion. It identifies a central tension between the necessity of consolidating national identity through national-patriotic education and the parallel commitment to international standards of diversity and intercultural understanding required for European Union integration. While the official curriculum incorporates "cultural competence" as a core pillar of the New Ukrainian School reform, the practical implementation of diversity pedagogy is heavily influenced by the imperatives of cultural sovereignty, de-Russification, and the integration of internally displaced persons. The analysis reveals that although legislative frameworks support tolerance and respect for diversity, a significant gap persists in teacher preparation regarding specific methodologies for intercultural dialogue. Comparatively, Ukraine's approach is distinguished from Western European models by its focus on national resilience and the immediate psychological and social needs of a war-affected population. The report concludes that while conflict has accelerated the prioritization of a monolinguistic national identity, balancing this with inclusive, pluralistic educational goals remains a primary pedagogical challenge for Ukraine's future societal development. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/4
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