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Autor/inKölsch, Fabian
TitelKollaboration und Rechtfertigung. Bewertungskommunikation in der universitären Notenberatung.
Paralleltitel: Collaboration and justification. Evaluative communication in university grading deliberations.
QuelleIn: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 29 (2026) 3, S. 719-736Infoseite zur Zeitschrift
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1434-663X; 1862-5215
DOI10.25656/01:35708 10.1007/s11618-026-01377-9
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-357080
SchlagwörterEthnografie; Beratung; Mündliche Prüfung; Notengebung; Qualitative Forschung; Hochschulforschung; Hochschule; Bewertung
AbstractDer Aufsatz untersucht das universitäre Bewerten am Beispiel mündlicher Prüfungen in der Geschichtswissenschaft mit dem Ziel, die Kommunikation und Konstellation der universitären Notenberatung konzeptionell wie empirisch zu explizieren. Auf der Basis ethnografischer Feldforschung zeigt er, wie Prüfer:innen kollaborativ an der Produktion, Deliberation und Legitimation universitärer Urteile arbeiten. Im Zentrum steht die Dramaturgie der Notenberatung, die entlang dreier Bezugspunkte analysiert wird: (1) den Bewertungsobjekten, (2) den Bewertungssubjekten sowie (3) dem Bewertungspublikum. Die Notenberatung erweist sich als ein Akt gemeinsamer Selbstvergewisserung, dessen Funktion die Herstellung legitimer Begründungen für kollektiv bindende Notenentscheidungen ist. Mit seinen Analysen leistet der Aufsatz einen bewertungssoziologischen Beitrag zur Erforschung der universitären Bildungspraxis. (DIPF/Orig.).

This article examines university grading practices through the case of oral examinations in history, with the aim of conceptually and empirically explicating the modes of communication and the constellation of grade deliberations. Drawing on ethnographic fieldwork, it shows how examiners collaboratively engage in the production, deliberation, and legitimation of academic judgments. The focus lies on the dramaturgy of grade deliberations, analyzed along three reference points: (1) the objects of evaluation, (2) the subjects of evaluation, and (3) the evaluation audience. Grade deliberations emerge as acts of collective self-assurance, whose function is the construction of legitimate reasons for collectively binding grading decisions. With these analyses, the article contributes to the sociology of e/valuation by advancing the study of academic practices in higher education. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/4
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