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Autor/inKrüger, Cindia
TitelEntwicklungsökonomie der digitalen Kindheit. Ein Erklärungsmodell für Entwicklungsverschiebungen in digitalen Lebenswelten.
Quelle(2026), 20 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
DOI10.25656/01:35809
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-358092
SchlagwörterBindung; Entwicklungspsychologie; Selbstregulation; Frühe Kindheit; Kindheit; Familie; Digitale Medien; Medienkompetenz; Medienpädagogik; Lernen; Neurobiologie; Modell
AbstractDas vorliegende Paper entwickelt ein theoretisches Modell zur Einordnung kindlicher Entwicklung unter den Bedingungen einer digitalisierten Lebenswelt: die Entwicklungsökonomie der digitalen Kindheit. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele aktuelle Debatten über Bildschirmzeit, Medienkompetenz und digitale Teilhabe bei sichtbaren Nutzungsfragen ansetzen, ohne die zugrunde liegenden Entwicklungsbedingungen kindlicher Regulations-, Bindungs- und Lernprozesse ausreichend zu berücksichtigen. Das Modell beschreibt Entwicklung als dynamisches Zusammenspiel einer grundlegenden Entwicklungsarchitektur - unter anderem früher Bindungs- und Regulationsprozesse - und alltäglicher, auch digitaler Einwirkungen. Verändern sich diese Einwirkungen dauerhaft, verschiebt sich die Verteilung entwicklungsrelevanter Erfahrungen - eine sogenannte entwicklungsökonomische Verschiebung, die mit Opportunitätskosten verbunden sein kann. Anhand zentraler Entwicklungsbereiche - frühe Bedingungen, Bindung, Lernen, Passungsdynamiken digitaler Angebote sowie familiäre Ressourcenkontexte - wird gezeigt, wie sich digitale Bedingungen in bestehende Entwicklungsprozesse einfügen. Das Paper versteht sich als theoretisch-konzeptioneller Beitrag auf Grundlage entwicklungspsychologischer, neurobiologischer und sozialpsychologischer Literatur, nicht als empirischer Forschungsnachweis. Es richtet sich an Fachkräfte und Forschende aus Sozialer Arbeit, Entwicklungspsychologie und Kindheitsforschung und plädiert für eine stärkere Rückbindung aktueller Mediendebatten an entwicklungspsychologisches Grundlagenwissen. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/4
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