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Autor/inRupp, Stephanie
TitelWortschatzförderung bei früh sukzessiv deutschlernenden Kindern. Eine modellgeleitete empirische Untersuchung.
QuelleDüren: Shaker Verlag (2021), 278 S.
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Dissertation, Universität Mannheim, 2020.
ReiheBerichte aus der Pädagogik
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
ISSN0945-0920
ISBN978-3-8440-7608-0
DOI10.25656/01:35830 10.2370/9783844076080
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-358306
SchlagwörterInterventionsstudie; Vorschulalter; Frühpädagogik; Deutsch als Zweitsprache; Sprachentwicklung; Sprachförderung; Wortschatz; Mehrsprachigkeit; Mentales Lexikon; Empirische Untersuchung; Evaluation; Dissertationsschrift; Modell
AbstractDie Arbeit untersucht, wie der Wortschatzerwerb früh sukzessiv deutschlernender Kinder durch eine modellgeleitete Förderung unterstützt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Kinder neue deutsche Wörter erfolgreicher lernen, wenn die Förderung entweder semantisch, beispielsweise über Bedeutungsmerkmale und Wortbeziehungen, oder phonologisch, etwa über die Lautstruktur und Silbenzahl, ausgerichtet ist. Darüber hinaus werden die Wirksamkeit, Intensität und Stabilität der Förderung untersucht. In zwei empirischen Interventionsstudien nahmen insgesamt elf mehrsprachige Kinder teil. Für jedes Kind wurden individuelle Wörter ausgewählt, die es in seiner Erstsprache aktiv verwendete, im Deutschen jedoch noch nicht benennen konnte. Die semantisch und phonologisch orientierten Förderbedingungen wurden in einem parallelen Multiple-Baseline-Design mit wiederholten Bildbenennverfahren, Kontrollitems und einer Follow-up-Untersuchung verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die modellorientierte Wortschatzförderung spezifisch wirksam war. Eine höhere Förderintensität ging mit größeren Lernzuwächsen und Generalisierungseffekten einher. Auf Gruppenebene unterschieden sich die Lernleistungen nach semantischer und phonologischer Förderung nicht statistisch bedeutsam; in den Einzelfallanalysen zeigten sich jedoch individuelle Unterschiede. Die erworbenen Wörter waren in beiden Förderbedingungen vergleichbar stabil. Die Befunde unterstreichen die Bedeutung einer gezielten, intensiven und an individuellen sprachlichen Voraussetzungen ausgerichteten Wortschatzförderung. Zugleich liefern sie Hinweise auf die Verarbeitung und Speicherung von Wörtern im mehrsprachigen Lexikon und verbinden spracherwerbstheoretische Modellierung mit empirischer Sprachförderforschung. (Autorin).

This study investigates how vocabulary acquisition in children learning German as an early successive second language can be supported through a model-based intervention. It examines whether children learn new German words more successfully when instruction focuses either on semantic information, such as meaning features and word relations, or on phonological information, such as sound structure and syllable patterns. The effectiveness, intensity, and stability of the intervention are also analysed. Two empirical intervention studies were conducted with a total of eleven multilingual children. For each child, individual target words were selected that the child used actively in their first language but could not yet name in German. Semantic and phonological intervention conditions were compared using a parallel multiple-baseline design with repeated picture-naming tasks, control items, and a follow-up assessment. The findings indicate that the model-based vocabulary intervention was specifically effective. Greater intervention intensity was associated with larger learning gains and generalisation effects. At group level, learning outcomes did not differ significantly between the semantic and phonological conditions; however, individual case analyses revealed interindividual differences. Words acquired under both intervention conditions showed comparable stability. The results highlight the importance of targeted, intensive vocabulary support adapted to children's individual linguistic abilities. They also provide insights into the processing and representation of words in the multilingual lexicon and link language-acquisition theory with empirical research on language support. (Author).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/4
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