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Literaturnachweis - Detailanzeige

 
Autor/inn/enKlimek, Luisa; Thorn, Eva; Kauschke, Christina
TitelAssimilationen im typischen und auffälligen Spracherwerb: ein vernachlässigtes Phänomen.
Paralleltitel: Assimilation in typical and atypical language acquisition: a neglected phenomenon.
QuelleIn: Forschung Sprache, 14 (2026) 1, S. 53-73
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BeigabenLiteraturangaben; Abbildungen; Tabellen
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2196-6818
SchlagwörterFrühpädagogik; Assimilation (Ling); Phonologie; Ausspracheschwierigkeit; Harmonisierung
AbstractHintergrund: Wenngleich Assimilationen in der Kindersprache ein sprachübergreifend dokumentierter phonologischer Prozess sind, existieren bislang wenige Studien zu deren Überwindungszeitpunkt im Ausspracherwerb sowie zu spezifischen Erscheinungsformen. Ziele: Die vorliegende Untersuchung ermittelte die Vorkommenshäufigkeit und die Ausprägungsformen von Assimilationen bei Kindern mit und ohne phonologische Auffälligkeiten sowie das Überwindungsalter dieser Prozesse unter Verwendung eindeutig definierter Klassifikationskriterien. Methodik: Mit der Methode des Bildbenennens wurde die Wortproduktion von 609 monolingual deutschsprachigen Kindern im Alter von 3;0 bis 6;11 Jahren (524 phonologisch unauffällig, 45 phonologisch auffällig, 40 im Grenzbereich) elizitiert und alle auftretenden Assimilationen analysiert. Ergebnisse: Die häufigste Form von Assimilationen waren regressive Angleichungen von Konsonanten. Für Fernassimilationsprozesse lag das Überwindungsalter bei 4;0 und für Kontaktassimilationsprozesse bei 5;0 Jahren. Kinder mit phonologischen Auffälligkeiten zeigten eine signifikant höhere Anzahl an Assimilationen und wichen in Bezug auf Kontiguität (mehr Fernassimilationen) und Assimilationsrichtung (weniger regressive Assimilationen) deutlich von Kindern mit unauffälliger Ausspracheleistung ab. Außerdem entstanden bei Kontaktassimilationen vermehrt phonotaktisch nicht zielsprachliche Konsonantenverbindungen. Schlussfolgerungen: Die Befunde unterstreichen die Relevanz von Assimilationen im kindlichen Ausspracherwerb und zeigen, dass sie in Diagnostik und Therapie stärker und differenzierter berücksichtigt werden sollten.

As a basis for adaptive language support, language diagnostics is a central task of educational institutions in order to increase children's educational opportunities (SWK, 2025). However, there is a need for language diagnostic tools that suit multilingual children's individual language acquisition; spontaneous language analyses are discussed as a suitable approach (Ebert, 2020). In this article, the 'B-SPK: Observation system for the assessment of children's language profiles' (Becker le et al., 2025) is used to exploratively analyse multilingual children's vocabulary and grammar produc tion in German using spontaneous language samples. In study 1, the language skills are compared with those of monolingual children of the same age (N=40). This shows that the B-SPK sensitively assesses pro ductive vocabulary and grammar competences, differentiates in the lower linguistic competence areas and enables the derivation of specific individual support goals. Study 2 compares the results of the B-SPK with selected subtests of a standardised language test (N=20). Here it becomes clear that the children's vocabulary and grammar tend to be assessed higher in spontaneous language use than through evocation. It can be concluded from the results that the B-SPK is suitable for structured, extensive and differentiated language diagnostics with multilingual children. Compared to other instruments for analysing spontaneous speech, it is convincing due to its economical use. Limitations are discussed. (übernommen).
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
Update2026/4
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