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Autor/inn/enBauer, Angela; Link, Pierre-Carl; Langnickel, Robert
TitelBeziehung als Topos im Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung - diskursive Figuren disziplinärer Praxis.
Paralleltitel: Relationship as a topos in the area of special educational needs. Emotional and social development - discursive figures of disciplinary practice.
QuelleIn: Emotionale und soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen, 8 (2026) 8, S. 132-151Infoseite zur Zeitschrift
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2629-0170; 2941-1998
ISBN978-3-7815-2774-4; 978-3-7815-6236-3
DOI10.25656/01:35662 10.35468/6236-09
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-356629
SchlagwörterAffektive Entwicklung; Beziehung; Gefühlsstörung; Affektive Störung; Soziale Entwicklung; Verhaltensauffälligkeit; Lehrbuch; Diskursanalyse; Wissenschaftsdisziplin; Sonderpädagogik; Förderschwerpunkt; Topos
AbstractTopoi sind zentrale Verdichtungsorte, an denen grundlegende Argumentationsmuster und symbolische Ordnungen eines Diskurses sichtbar werden. Anders als Begriffsdiskussionen, die sich der Frage widmen, wie zentrale Phänomene benannt werden können und wie anschlussfähig dieser Begriff an pädagogische Grundhaltungen ist, geht es bei Topoi um die produktive Auseinandersetzung um Hegemonie, Grenzen und Geltungsansprüche disziplinärer Ordnung. Im Diskurs um die Pädagogik und Didaktik bei sogenannten Verhaltensstörungen etablieren sich beispielsweise Topoi der Allgemeinen Pädagogik wie Erziehung und Bildung, die als grundlegend für sonderpädagogische Diskussionen markiert und diskutiert werden. Auch Beziehung firmiert scheinbar selbstverständlich als ein solcher Topos und wird in diesem Zusammenhang häufig affirmativ verwendet - ohne dass seine Funktionsweise systematisch untersucht wurde. Ziel des Beitrags ist es, diesen Topos als funktionales Element im Fachdiskurs sichtbar zu machen und nach der Praxis der diskursiven Auseinandersetzung mit Beziehung im Kontext der disziplinären Profilbildung zu fragen. Dafür wurden grundlegende Lehrwerke und Handbücher des Faches aus den letzten 20 Jahren diskursanalytisch untersucht und diskursive Figuren (Konsens, Performativität, Fragilität) identifiziert, die abbilden, wie im Förderschwerpunkt ESE disziplinäre Ordnungen verhandelt werden. (DIPF/Orig.).

Topoi are central sites of condensation where fundamental patterns of argumentation and symbolic orders of a discourse become visible. Unlike discussions about terminology, which focus on how central phenomena can be named and how such terms connect to basic pedagogical orientations, topoi concern the productive engagement with hegemony, boundaries, and claims to validity within disciplinary order. In the discourse on pedagogy and didactics in the field of so called behavioral disorders, topoi of general pedagogy - such as education and upbringing - are particularly established and discussed as fundamental for special education debates Relationship likewise appears, seemingly self-evidently, as such a topos and is often used affirmatively in this context - without its function having been systematically examined. The aim of our contribution is to make this topos visible as a functional element within the disciplinary discourse and to inquire into the practice of discursive engagement with relationship in the context of disciplinary identity formation. To this end, we conducted a discourse analysis of key textbooks and handbooks of the field from the past 20 years and identified recurring discursive figures (consensus, performativity, fragility) that illustrate how, within the focus area of emotional and social development (ESE), disciplinary orders are negotiated through the practice of talking about relationship. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/4
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