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Autor/inMummelthey, Samira
TitelPraktiken der (Be-)Wertung im Sportunterricht.
Eine diskursethnographische Studie zu Konstruktionen leistungsbezogener Differenzordnungen.
QuelleGöttingen: Universitätsverlag Göttingen (2025), 270 S.
PDF als Volltext kostenfreie Datei (1); PDF als Volltext kostenfreie Datei (2)  Link als defekt meldenVerfügbarkeit 
Dissertation, Georg-August-Universität Göttingen, 2024.
ReiheErziehungswissenschaftliche Studien. 22
BeigabenLiteraturangaben; Abbildungen; Tabellen
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Monografie
ISSN2199-5133; 2512-6024
ISBN978-3-86395-681-3
DOI10.17875/gup2025-2994
URNurn:nbn:de:gbv:7-isbn-978-3-86395-681-3-0
SchlagwörterChancengleichheit; Gymnasium; Benotung; Didaktik; Unterricht; Sportunterricht; Bildungsforschung; Bewertung
AbstractDiese Studie beschäftigt sich damit, wie und als was Leistung in Praktiken des Wertens und Bewertens im Sportunterricht hergestellt wird und auf welche Normen und Vorstellungen dabei Bezug genommen wird. Die diskursethnographische Studie basiert dafür auf ethnografischen Beobachtungsdaten im Sportunterricht eines Gymnasiums, Interviews mit Sportlehrkräften und der Analyse von Beiträgen aus praxisinstruktiven Zeitschriften, die sich an eben diese richten. In den analysierten Daten zeigt sich, dass Praktiken des (Be-)Wertens vor allem dann zum Thema werden, wenn es um Fragen einer gerechten Benotung vor dem Hintergrund einer als (zunehmend) heterogen wahrgenommenen Schüler*innenschaft geht. Konstruktionen von Leistung werden in diesem Sinne mit normativen Ansprüchen an Gerechtigkeit im Sinne von Chancengleichheit verbunden, denen es in unterrichtlichen Praktiken zu entsprechen gilt. Dabei werden wahrgenommene Unterschiede von Schüler*innen, wie beispielsweise deren körperliche Ausstattung, oder ihre bisherigen Sporterfahrungen, als Differenzen konstruiert, die die Chancengleichheit (etwa in Bezug auf erreichbare Werte oder Noten) gefährden. Es zeigt sich somit ein Spannungsfeld zwischen einer wahrgenommenen Verschiedenheit der Schüler*innen vor dem Hintergrund einer vorgesehenen Gleichheit (gleiches Alter, gleiche Klasse, vermeintlich gleiche Ausgangsbedingungen), und der institutionellen Forderungen nach einer gerechten, weil legitimierbaren Unterscheidung dieser un-/vergleichbaren Schüler*innen anhand von Noten. Diese Verschränkung von Vergleichen, (Be-)Werten und Unterscheiden, wie sie in der vorliegenden Studie aufgezeigt wird, lässt Leistung als eine Differenz verstehbar werden, die konstitutiv mit der Herstellung von Vergleichbarkeit verknüpft ist. Dies lenkt den Blick auf Praktiken der Herstellung von Vergleichbarkeit als Grundlage von Differenzkonstruktionen. Mit Blick auf den Forschungsstand reihen sich die Erkenntnisse dieser Studie damit an bestehende Studien an, die bereits die Relevanz von Leistung als zentrale schulische Differenzdimension herausgestellt haben, wie auch an solche, die dafür plädieren, bei der Beforschung von Differenzkonstruktionen auch gleichzeitig die Herstellung von Gleichheit mit in den Fokus zu setzen. Zudem lässt sich die vorliegende Studie auch als Studie im Feld der Bewertungssoziologie und hier insbesondere für Bewertungspraktiken in den Kontexten Bildung und Sport verstehen, da sie durch die zugrunde gelegten Daten vielfältig detailliert Einblick in den alltäglichen Vollzug vom Praktiken des (Be-)Wertens im Sportunterricht gibt.
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
Update2026/4
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