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Literaturnachweis - Detailanzeige

 
Autor/inn/enSiegler, Marcel; Parchow, Alexander
TitelReallaborforschung - ein vielversprechender Ansatz für die Soziale Arbeit?
Paralleltitel: Real-world lab research - a promising approach for social work?
QuelleIn: Soziale Passagen, 17 (2025) 2, S. 667-683
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1867-0180; 1867-0199
DOI10.25656/01:35585 10.1007/s12592-025-00566-3
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-355853
SchlagwörterTransformationsforschung; Labor; Transformation; Partizipative Forschung; Soziale Arbeit; Interdisziplinarität
AbstractReallabore adressieren als innovatives Forschungsformat an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis reale gesellschaftliche Herausforderungen, indem sie transdisziplinäre Zusammenarbeit mit experimentellem Arbeiten kombinieren. Dabei steht besonders die intensive Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure - und zwar von Problemfindung bis Ergebnistransfer - im Vordergrund. Reallaborforschung erfreut sich vor allem dort zunehmender Popularität, wo Lösungen gemeinsam mit Expert*innen und Anwender*innen bzw. Adressat*innen gefunden und umgesetzt werden sollen, etwa im Bereich der nachhaltigen Stadtgestaltung oder technischer Innovationen. Reallabore bieten einen infrastrukturellen Rahmen, um Probleme gemeinsam mit Praxisakteuren, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu definieren, Lösungen zu entwickeln und unter realen Bedingungen zu testen. In der Sozialen Arbeit findet Reallaborforschung bislang überraschend wenig Beachtung, obwohl sie mit ihrem Fokus auf soziale Innovation und gesellschaftliche Transformation den Kernprinzipien der Profession entspricht. So können Reallabore thematisch etwa an der sozialarbeiterischen Handlungspraxis, ihrer organisationalen Rahmung oder der gesellschaftlichen Einbettung ansetzen und gemeinsam mit relevanten Akteursgruppen Veränderungs- und Entwicklungsprozesse mitgestalten. Im vorliegenden Beitrag werden die Motivationen der Reallaborforschung, idealtypische Aspekte, zentrale Diskurslinien und konstitutive Merkmale beschrieben, bevor mögliche Ansätze und Wege zur praktischen Initiierung vorgestellt werden. (DIPF/Orig.).

Real-world laboratories address societal challenges at the intersection of science and practice by combining transdisciplinary collaboration with experimental approaches. Particular emphasis is placed on the intensive cooperation of all involved actors-from problem identification to the transfer of results. Real-world lab research is becoming increasingly popular, especially in those areas where solutions are to be developed and implemented jointly by experts and users or target groups, such as in sustainable urban development or technological innovations. Real-world labs provide an infrastructural framework for collaboratively defining problems, developing solutions, and testing them under real-world conditions with practitioners, researchers, and civil society actors. In social work, however, real-world lab research has so far received surprisingly little attention, even though its focus on social innovation and societal transformation aligns closely with the core principles of the profession. Real-world lab research and methodology can be used to engage with social work practice, its organizational frameworks, or its societal embedding and to help shape transformation and development processes together with relevant stakeholder groups. This article first describes the motivations behind real-world lab research, ideal-typical aspects, key discourses, and constitutive characteristics, before presenting possible approaches and practical steps for initiating real-world lab projects. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/4
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