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Autor/inn/enBrodersen, Folke; Brück, Jasmin; Nestler, Thomas
Titel"Wir sind hier, wir sind queer!" Auseinandersetzungen queerer junger Menschen mit Sichtbarkeit, Coming-out und Selbstbezeichnungen.
Paralleltitel: 'We are here; we are queer!'. Queer young people's struggles with visibility, coming out and self-labelling.
QuelleIn: Soziale Passagen, 17 (2025) 2, S. 565-580
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1867-0180; 1867-0199
DOI10.25656/01:35582 10.1007/s12592-025-00557-4
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-355820
SchlagwörterComing out; Sexuelle Identität; Sichtbarkeit; Junger Erwachsener
AbstractQueerness ist eine Lebensrealität, die junge Menschen spezifisch erleben und gestalten. Die gegenwärtigen Bedingungen queerer Sichtbarkeit prägen Ambivalenzen des Sichtbar-Werdens: Sie versprechen Anerkennung und drohen zugleich mit Gewalt. Dabei verlangen sie nach einer aktiven Gestaltung eines Coming-out und führen zu neuen Bedeutungen von queer als expliziter Selbstbezeichnung. In diesem Beitrag skizzieren wir die Lebenssituation von jungen queeren Menschen und die an sie gerichteten Anforderungen daran, sich öffentlich, selbstbewusst, stolz und authentisch als queer zu zeigen. Ihre Gestaltung von queer als Identität umfasst dabei zwei parallele Deutungen, den heterogenen inklusiven Bündnissen und der disruptiven Kritik. Eine sinnhaft queere Wirklichkeit ist damit aktuell von permanenten Kämpfen durchzogen, die dazu befähigt und nötigt, dass junge Menschen politische Akteur*innen werden. (DIPF/Orig.).

Queerness is a lived reality experienced and shaped by young people. The current conditions of queer visibility are characterised by ambivalences of becoming visible: they promise recognition and at the same time threaten with violence. They demand an active strategy of coming out and lead to new meanings of 'queer' as an explicit self-designation. In this article, we outline the life situation of young queer people and the expectations placed on them to show themselves publicly, confidently, proudly and authentically as queer. Their framing of 'queer' as an identity encompasses two parallel interpretations: heterogeneous inclusive alliances and disruptive criticism. A meaningfully queer reality is thus currently characterised by permanent struggles that enable and compel young people to become political actors. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/4
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