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| Autor/inn/en | Alshalaby, Abdulrahman; Rietzler, Sarah |
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| Titel | Einbettung von internationalen Auszubildenden zu Pflegefachpersonen im Allgäu. Bindungsfaktoren internationaler Pflegeauszubildender zwischen Ausbildungsbetrieb, Pflegeschule und Lebenswelt. |
| Quelle | (2023), 167 S.
PDF als Volltext (1); PDF als Volltext (2) Masterarbeit, Hochschule Kempten, 2023. |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Monografie |
| DOI | 10.25656/01:35526 |
| URN | urn:nbn:de:0111-pedocs-355268 |
| Schlagwörter | Bindung; Migrationshintergrund; Empirische Untersuchung; Interview; Mixed-Methods-Design; Umfrage; Personalmanagement; Berufsausbildung; Pflegerischer Beruf; Pflegeschule; Einflussfaktor; Auszubildender; Pflegepersonal; Allgäu; Deutschland |
| Abstract | Der demografische Wandel stellt das deutsche Gesundheits- und Pflegesystem vor erhebliche Herausforderungen. Insbesondere die steigende Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen führt zu einem wachsenden Bedarf an Pflegefachpersonen, während zugleich viele Beschäftigte altersbedingt aus dem Beruf ausscheiden. Zur Sicherung der pflegerischen Versorgung gewinnen daher die internationale Rekrutierung von Pflegefachkräften sowie die Anwerbung junger Menschen aus dem Ausland für eine Pflegeausbildung in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen der Initiative Starke Pflege im Allgäu die Internationale Pflegeschule in Kempten gegründet. Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Frage, welche Faktoren die Einbettung internationaler Auszubildender zu Pflegefachpersonen im Allgäu beeinflussen. Ziel der Untersuchung war es, auf Grundlage des Einbettungsansatzes (Job Embeddedness) zentrale unternehmens-, schul- und lebensweltbezogene Einflussfaktoren auf die Bindung internationaler Auszubildender zu identifizieren sowie Ansatzpunkte zur Förderung ihrer langfristigen Verbleibsabsichten zu entwickeln. Methodisch wurde ein dreiphasiges Mixed-Methods-Design umgesetzt. Zunächst wurden leitfadengestützte Interviews mit internationalen Auszubildenden geführt, um relevante Einflussfaktoren explorativ zu erfassen. Darauf aufbauend erfolgte eine quantitative Befragung von internationalen (n = 47) und nichtinternationalen Auszubildenden (n = 103) in der Pflegeausbildung. Die Ergebnisse wurden anschließend in einem Workshop mit Vertreter*innen aus Praxis, Pflegepädagogik und Wissenschaft diskutiert und reflektiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Einbettungsansatz geeignet ist, die Wechselneigung internationaler Auszubildender zu erklären. Besonders bedeutsam erwiesen sich die Unternehmens- und Schuleinbettung sowie die Mechanismen "Passung" und "Opfer". Internationale Auszubildende unterscheiden sich in mehreren Bereichen signifikant von ihren nichtinternationalen Kolleg*innen. Dies betrifft sowohl die wahrgenommene Einbettung und Wechselneigung als auch die Bewertung von Unterstützungsangeboten in den Praxiseinrichtungen und Pflegeschulen. Darüber hinaus zeigten sich Unterschiede hinsichtlich der Attraktivität von Pflegeschulen und zukünftigen Arbeitgebern. Aus den Befunden wurden praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegesektors, Pflegeschulen sowie kommunale Akteur*innen im Allgäu abgeleitet. Die Arbeit liefert damit einen Beitrag zum Verständnis der Bindung internationaler Pflegeauszubildender und zeigt Ansatzpunkte auf, wie deren Integration und langfristiger Verbleib in der Region unterstützt werden können. Zudem werden Implikationen für die weitere Forschung im Bereich der internationalen Fachkräftegewinnung und Personalbindung in der Pflege diskutiert. (Autor*innen). Germany is facing profound demographic change, which is placing increasing pressure on the healthcare and long-term care sector. The ageing population, combined with the retirement of large numbers of nursing professionals, has led to a growing demand for qualified nursing staff. In response, the recruitment of international healthcare workers and the attraction of young people from abroad to undertake nursing training in Germany have become increasingly important strategies for addressing workforce shortages. Against this backdrop, the Strong Nursing in the Allgäu initiative established the International Nursing School in Kempten to support the training and integration of international nursing trainees. This master's thesis examines the factors influencing the embeddedness of international nursing trainees in the Allgäu region. Drawing on the Job Embeddedness framework, the study aims to identify organisational, educational, and social factors that contribute to the retention of international nursing trainees and to derive practical measures for strengthening their long-term commitment to the profession and the region. A three-phase mixed-methods design was employed. In the first phase, semi-structured interviews were conducted with international nursing trainees to explore relevant influencing factors. The second phase consisted of a quantitative survey involving both international trainees (n = 47) and non-international trainees (n = 103). Finally, the findings were discussed and validated in a workshop involving stakeholders from nursing practice, nursing education, and academia. The results indicate that the Job Embeddedness framework is well suited to explaining turnover intentions among international nursing trainees. In particular, organisational and educational embeddedness, as well as the dimensions of fit and sacrifice, emerged as key determinants. Significant differences were identified between international and non-international trainees regarding levels of embeddedness, turnover intentions, perceived support in clinical placements and nursing schools, and the attractiveness of educational institutions and prospective employers. Based on these findings, practical recommendations were developed for healthcare organisations, nursing schools, and regional coordination bodies. The study contributes to a better understanding of the factors that foster the integration and retention of international nursing trainees and highlights opportunities to strengthen workforce sustainability in the nursing sector. In addition, implications for future research on international recruitment, trainee retention, and workforce development in healthcare are discussed. (Authors). |
| Erfasst von | DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main |
| Update | 2026/4 |