Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Keßler, Christina |
|---|---|
| Titel | Der Sozialdienst in der medizinischen Rehabilitation. Eine empirische Untersuchung zur Dokumentation in der Praxis. |
| Quelle | Siegen: Universitätsbibliothek der Universität Siegen (2025), [322 S.]
PDF als Volltext (1); PDF als Volltext (2); PDF als Volltext (3) Dissertation, Universität Siegen, 2025. |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Monografie |
| URN | urn:nbn:de:hbz:467-91113 |
| Schlagwörter | Medizinische Rehabilitation; Dissertation; Rehabilitation; Sozialarbeit; Deutschland |
| Abstract | Im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung werden jährlich fast 900.000 medizinische Rehabilitationen für Erwachsene durchgeführt. Die Soziale Arbeit ist hierbei ein fester Bestandteil des interdisziplinären Reha-Teams in den Einrichtungen. Zu den Aufgaben des Sozialdienstes gehört die fallbezogene Beratung von Rehabilitand*innen. Die Dokumentation dieser Beratungen ist bislang ein wenig beachtetes Thema innerhalb der sozialarbeiterischen Forschung. Dies überrascht, da die Dokumentation unter anderem Einfluss auf die Steuerung von Beratungs- und Behandlungsprozessen, die Wahrnehmung der Sozialen Arbeit im Reha-Team und auch auf die Legitimierung von Arbeitsprozessen haben kann. Die Dissertation befasst sich daher mit der Forschungsfrage, wie und unter welchen Rahmenbedingungen Sozialdienste in der medizinischen somatischen Rehabilitation deutschlandweit die klient*innenbezogene Dokumentation gestalten. Zur Beantwortung der Fragestellung wird eine quantitative Querschnittsanalyse mit Hilfe einer Fragebogenerhebung durchgeführt. Im Fokus der Befragung stehen hierbei die Sozialdienste von Rehaeinrichtungen, welche von der Deutschen Rentenversicherung belegt werden. Die Erhebung erfolgt anonym über einen vollstandardisierten Online-Fragebogen. Die Fragebögen werden im Anschluss überwiegend deskriptiv statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse der Erhebung werden unter anderem mit der historischen Entwicklung der klient*innenbezogenen Dokumentation im Handlungsfeld sowie mit den Mandaten der Sozialen Arbeit in Verbindung gesetzt. Es lässt sich zusammenfassen, dass insbesondere die Dominanz der Medizin, eine geringe Entwicklungsdynamik der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen sowie eine Lücke zwischen fachlichen Konzepten und praktischer Anwendbarkeit in den Sozialdiensten die Dokumentationspraxis beeinflussen. Zugleich wird von den Befragten ein Bedürfnis nach Orientierung und Vorgaben hinsichtlich der Dokumentation geäußert. Hinsichtlich der Anwendung Sozialer Diagnostik in den fallbezogenen Beratungen sowie der Partizipation der Rehabilitierenden an der Dokumentation kann vorhandenes Potenzial bislang nicht ausgeschöpft werden. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass eine stärkere Professionalisierung Sozialer Arbeit und eine systematische Weiterentwicklung der Dokumentationspraxis notwendig sind, um die Sichtbarkeit und Relevanz Sozialer Arbeit im interdisziplinären Reha-Team der medizinischen Rehabilitation langfristig zu sichern. (übernommen). |
| Erfasst von | Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main |
| Update | 2026/4 |