Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Köhn, Thomas Sebastian |
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| Titel | Rapping the Shoah: Erinnerungen an den Holocaust und an die Zeit des Nationalsozialismus im Hip-Hop. |
| Quelle | Lüneburg: Medien- und Informationszentrum, Leuphana Universität Lüneburg (2025), [201 S.]
PDF als Volltext (1); PDF als Volltext (2); PDF als Volltext (3); PDF als Volltext (4); PDF als Volltext (5); PDF als Volltext (6) Dissertation, Leuphana-Universität Lüneburg, 2025. |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Monografie |
| DOI | 10.48548/pubdata-1774 |
| URN | urn:nbn:de:gbv:luen4-dspace-20.500.14123/9867-9 |
| Schlagwörter | Kollektives Gedächtnis; Judenverfolgung; Judenvernichtung; Hip-Hop; Musik; Nationalsozialismus; Dissertation |
| Abstract | Die Erinnerungskultur steht vor einem grundlegenden Wandel: Mit dem Wegfall der letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocaust verschieben sich die Formen und Medien, in denen Erinnerung bewahrt und weitergegeben wird. In diesem Zusammenhang gewinnt Hip-Hop zunehmend an Bedeutung. Mit seinen stilistischen Mitteln, darunter Rap, Flow, Sampling und Beat, eröffnet Hip-Hop neue Möglichkeiten, Erinnerungsprozesse musikalisch, klanglich und sprachlich zu gestalten und kritisch zu reflektieren. Diese Dissertation untersucht, wie Erinnerungen an den Holocaust und die Zeit des Nationalsozialismus im Hip-Hop verhandelt werden - insbesondere aus unterschiedlichen jüdischen Perspektiven. Die Arbeit ist in fünf Perspektiven gegliedert, die jeweils unterschiedliche methodische und theoretische Zugänge aufzeigen: (1.) (Counter-)Narrative: Durch eine Analyse autobiografischer, musikalischer und sprachlicher Narrative (Daniel 2014) des jüdisch-deutschen Rappers Ben Salomo zeigt die Arbeit, wie im Hip-Hop Track Identität Empowerment und religiös konnotierte Erzählungen aktivistische Counter-Narrative als Gegenerzählungen zu etablierten Erinnerungsdiskursen entwickeln. (2.) Materialität: Anhand des Tracks Stolpersteine von Der Reimteufel wird untersucht, wie physische Objekte - etwa Stolpersteine - über musikalische und körperliche Kollisionen (Golanska 2020) emotional erfahrbar gemacht werden. Die Perspektive verankert sich theoretisch im New Materialism und hebt das affektiv-materielle Moment von Hip-Hop im Kontext von Erinnerungskultur hervor. (3.) Zeitzeugenschaft: Diese Perspektive analysiert die Integration gesampelter Aussagen der Holocaust-Überlebenden Janine Webber in einem Hip-Hop-Track. Sie zeigt, wie künstlerische Gestaltung in der "Post-Witness Era" neue Formen moralischer Zeugenschaft (Assmann 2018, 89) generiert. (4.) Artistic Research: In einer künstlerisch-praktischen Studie wird improvisiertes Gitarrenspiel mit Konzepten wie dem prosthetic sonorous body (Meelberg 2022, Stover 2022) verknüpft, um subjektive, nicht-sprachliche Zugänge zu Erinnerungsdiskursen zu eröffnen. (5.) Remediation: Diese Perspektive beleuchtet die Transformation historischer Erinnerungsorte und -materialien in neue audiovisuelle Formate des Hip-Hop und analysiert deren erinnerungskulturelle Bedeutung im Sinne einer medialen Weiterverhandlung (Rigney 2009). (übernommen). |
| Erfasst von | Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main |
| Update | 2026/4 |