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Autor/inKling, Dominik
TitelUmgang mit Scham in der Männer*beratung.
QuelleMünchen: Hochschule für angewandte Wissenschaften München (2026), [3], XII, 899 S.
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Dissertation, Universität Hildesheim, 2025.
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
DOI10.60948/OPUS-936
URNurn:nbn:de:bvb:m347-opus-9365
SchlagwörterPsychologische Beratung; Schamgefühl; Geschlechterforschung; Männlichkeit; Dissertation; Mann
AbstractDie Theorie- und Praxisbildung der Männer*beratung sowie der kritischen Männlichkeitenforschung weist bis dato eine starke Marginalisierung der Schamperspektive auf. Zeitgleich ist sie als signifikante und zugleich verdeckte Entität im männlichen* (Er-)Leben und Handeln hochgradig virulent und demzufolge als relevantes Element beraterischer Praxen zu verorten. Jene theoretische und praxeologische Trivialisierung der Scham im Kontext der Männer*beratung ist auch deshalb bemerkenswert, da die gelingende Emotionsarbeit sowie der Zugang zu marginalisierten männlichen* Gefühlen als prominente beraterische Ansprüche gefasst werden. Ferner ist die vertiefte Inblicknahme der männlichen* Scham auch insofern anschlussfähig, als dass Scham, Kränkung und Beschämung mittels ihres sozial-relationalen, regulativen sowie punitiven Charakters für die Aufrechterhaltung und Durchsetzung von patriarchal-hegemonialen Männlichkeitsvorstellungen, aber auch hinsichtlich ihres Transformationspotenzials für Männlichkeit(en), eine tiefgreifende Bedeutung zugewiesen werden muss. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich eine wissenschaftliche Leerstelle bezüglich Scham und Männlichkeit(en) sowie der Frage des beraterischen Umgangs mit Scham im Rahmen der Männer*beratung ab. Eben jener wird durch die vorliegende Arbeit entlang der ersten expliziten Theorieentwicklung hinsichtlich des Konnex von Scham und Männlichkeit(en) sowie auf Grundlage der empirischen Befunde von acht international geführten Experteninterviews begegnet. Eine weitere Prätention liegt neben der vertieften Theoriebildung hinsichtlich der Verbindungslinien von Scham und Männlichkeit(en) in der datenbasierten Bereitstellung eines schamtheoretischen Bezugsrahmens für die Praxis der Männer*beratung. Somit leistet diese Dissertation sowohl einen wissenschaftlichen als auch einen praxeologisch ausgerichteten Beitrag zur Inblicknahme sowie Anerkennung von männlichen* Schamgefühlen für das Handlungsfeld der Männer*beratung und will dadurch zur Stärkung würdezentrierter und schamkompetenter Beratungspraxen als auch einer vertieften wissenschaftlichen und praxeologischen Auseinandersetzung mit jener Entität beitragen. (übernommen).

The theoretical and practical development of men's counseling and critical masculinity studies has thus far exhibited a strong marginalization of the perspective of shame. At the same time, it is highly virulent as a significant yet concealed entity in male life and action and therefore must be considered a relevant element of counseling practices. This theoretical and praxeological trivialization of shame in the context of men's counseling is also noteworthy because successful emotional labor and access to marginalized male feelings are considered prominent counseling objectives. Furthermore, a deeper examination of male shame is also relevant insofar as shame, hurt, and humiliation, through their socio-relational, regulatory, and punitive character, must be assigned profound significance for maintaining and enforcing patriarchal-hegemonic conceptions of masculinity, as well as for their transformative potential for masculinity(s). Against this backdrop, a gap in research regarding shame and masculinity(s), as well as the question of how to address shame in counseling for men*, is evident. This dissertation addresses this gap by developing the first explicit theory on the connection between shame and masculinity(s) and by drawing on the empirical findings of eight international expert interviews. In addition to developing a more in-depth theory on the connections between shame and masculinity(s), a further aim is to provide a data-driven theoretical framework for shame in the practice of men* counseling. Thus, this dissertation makes both a scholarly and a praxeological contribution to the consideration and recognition of male* feelings of shame in the field of men* counseling, thereby contributing to the strengthening of dignity-centered and shame-competent counseling practices and fostering a deeper scholarly and praxeological engagement with this phenomenon. (übernommen).
Erfasst vonDeutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main
Update2026/4
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