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Autor/inNey, Michael E.W.
InstitutionNationales Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung
TitelWenn die KI zum Vertrauenspartner wird: Eine wahrnehmungstheoretische Annäherung an KI-gestützte Berufsorientierung junger Menschen (u25) im Übergang Schule - Beruf/Ausbildung.
Gefälligkeitsübersetzung: When AI Becomes a Trusted Partner: A Perceptual-Theoretical Approach to AI-Supported Career Orientation for Young People (Under 25) Transitioning from School to Work or Training.
QuelleMagdeburg (2026), 23 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
URNurn:nbn:de:0168-ssoar-111236-4
SchlagwörterVertrauen; Künstliche Intelligenz; Beratung; Digitalisierung; Berufseinmündung; Berufsberatung; Qualität; Junger Erwachsener
AbstractBeratungsfachkräfte berichten, dass junge Menschen zunehmend "KI-beraten" in die persönliche Beratung im Übergang Schule - Beruf kommen und generativer Künstlicher Intelligenz ein bemerkenswertes Vertrauen entgegenbringen. Der Beitrag fragt, warum eine KI zum Vertrauenspartner junger Menschen (u25) werden kann, und sucht die Antwort wahrnehmungs- und subjekttheoretisch. Mit Lambert Wiesings Trias der drei "Primate der Wahrnehmung" - verschränkt mit sozialwissenschaftlich-psychoanalytischen KI-Analysen - wird gezeigt: Die Anthropomorphisierung der KI ist im Primat des Subjekts verortet, der eigentliche Vertrauensgrund im Primat der Wahrnehmung, dem phänomenal gewissen Erleben des Verstandenwerdens. Daraus wird der nicht substituierbare Mehrwert menschlicher Beratung - reziproke Anerkennung unter "Präsenz- und Partizipationspflicht" - präzise bestimmt und entlang dreier Leitfragen entfaltet: die Wirkung der KI-Vorberatung auf die Berufsorientierung, die veränderte Rolle und die Kompetenzen der Beratung sowie der produktive Werkzeuggebrauch in Vorbereitung, Gespräch und Nachbereitung. Der Beitrag schließt mit Konsequenzen für Beratungsqualität, Souveränität und einen menschenzentrierten digitalen Wandel.

Career counsellors increasingly report that young people arrive at face-to-face guidance during the school-to-work transition already "AI-advised", placing remarkable trust in generative artificial intelligence. This article asks why an AI can become a trusted partner for young people (under 25) and pursues the answer through a theory of perception and subjectivity. Drawing on Lambert Wiesing's triad of the three "primacies of perception" - interwoven with social-scientific and psychoanalytic analyses of AI - it argues that the anthropomorphisation of AI is located in the primacy of the subject, while the actual ground of trust lies in the primacy of perception: the phenomenally certain experience of being understood. On this basis, the non-substitutable value of human counselling - reciprocal recognition under an obligation of presence and participation - is specified and developed along three guiding questions: the effect of AI pre-counselling on vocational orientation, the changing role and competences of counsellors, and the productive use of AI in preparation, conversation and follow-up. The article concludes with implications for counselling quality, autonomy and a human-centred digital transformation.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2026/4
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