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Autor/inHille, Julia
TitelAgency und Sozialpädagogische Familienhilfe: Rekonstruktion einer transgenerationalen Perspektive am Beispiel der Familie Brause.
Gefälligkeitsübersetzung: Agency and social pedagogical family assistance: Reconstruction of a transgenerational perspective using the example of the Brause family.
QuelleIn: Zeitschrift für qualitative Forschung, 27 (2026) 1, S. 90-103Infoseite zur Zeitschrift
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2196-2146
DOI10.3224/zqf.v27i1.07
URNurn:nbn:de:0168-ssoar-111096-1
SchlagwörterSoziale Ungleichheit; Familie; Familienhilfe; Sozialer Wandel; Sozialpädagogik; Handlungsfähigkeit
AbstractDer Beitrag untersucht auf Basis einer fallrekonstruktiven Analyse, wie sich Agency in Familien gestaltet, die über lange Zeiträume hinweg in Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) eingebunden sind. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Handlungsfähigkeit unter Bedingungen sozialer Ungleichheit und institutioneller Einbettung hervorgebracht, transformiert oder begrenzt wird. Anhand eines Fallbeispiels wird herausgearbeitet, wie sich Hilfeprozesse im familialen Alltag normalisieren, welche transgenerationalen Deutungsmuster im Umgang mit Institutionen wirksam sind und wie Hilfeangebote sowohl als entlastend als auch kontrollierend erlebt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich eine alltagspraktische, relationale Form von Agency herausbildet, die auf die pragmatische Navigation innerhalb verfügbarer Strukturen zielt. SPFH wird nicht als temporäre Maßnahme, sondern als dauerhafte Ressource begriffen, wobei handlungsermächtigende Strategien vor allem im Umgang mit stationären Hilfen sichtbar werden. Der Beitrag diskutiert diese Befunde im Kontext von Transgenerationalität und plädiert für eine struktur- und generationensensible Perspektive in der sozialpädagogischen Praxis und Forschung.

This article utilizes a case study analysis to explore how agency is developed within families receiving long-term SPFH, an intensive form of social-pedagogical family assistance offered by German youth welfare services. It examines how the ability to act is created, transformed, or restricted in the context of social inequality and institutional structures. The case study highlights how support processes become normalized in everyday family life, the transgenerational patterns of interpretation that influence interactions with institutions, and how support services can be experienced as both alleviating and controlling. The findings reveal that a relational form of agency emerges in daily life, allowing families to pragmatically navigate within existing structures. SPFH is not seen as a temporary solution but as a permanent resource, with empowerment strategies becoming particularly prominent in the context of inpatient support. The article discusses these findings in relation to transgenerationality, advocating for a structure- and generation-sensitive approach to social pedagogical practice and research.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2026/4
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