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Autor/inNey, Michael E.W.
InstitutionForschungsinstitut Betriebliche Bildung
TitelInteraktionsmodell beraterischer Selbstreflexion: Eine dyadisch-phänomenologische Konzeptualisierung im Anschluss an Mentalisierung, Tiefenhermeneutik und Wahrnehmungsphänomenologie.
Gefälligkeitsübersetzung: An Interaction Model of Counselor Self-Reflection: A Dyadic-Phenomenological Conceptualization Drawing on Mentalization, Depth Hermeneutics, and the Phenomenology of Perception.
QuelleMagdeburg (2026), 19 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
URNurn:nbn:de:0168-ssoar-110535-9
SchlagwörterDiagnostik; Beratung; Forschungsplanung; Berufsberatung; Case Management; Reflexivität
AbstractBeratung in den Übergangssystemen zwischen Schule, Ausbildung und Beschäftigung steht heute unter doppeltem Druck: Die Reform zur Neuen Grundsicherung (in Kraft seit 1. Juli 2026) verschärft den Auftrag zur schnellen Vermittlung; zugleich rücken Beratungsqualität und Beratungskompetenz - nicht zuletzt durch das BeQu-Konzept des Nationalen Forums Beratung - stärker in den fachpolitischen Fokus. Beides verlangt nach einer theoretisch belastbaren Konzeptualisierung dessen, was in der Beratung zwischen Berater:in und Klient:in tatsächlich geschieht. Das vorliegende Working Paper schlägt ein dyadisches Interaktionsmodell beraterischer Selbstreflexion vor, das vier Achsen unterscheidet - Wahrnehmung, verbale Kommunikation, nonverbale Kommunikation und Übertragung/Zuschreibung - und sie auf einer dritten, sequenz- und gesprächsanalytischen Forschungsebene methodisch beobachtbar macht. Theoretisch verbindet das Modell die Mentalisierungstheorie (Fonagy et al. 2022), die didaktische Konzeptualisierung von Selbstreflexion bei Fuge und Neukom (2024, 2025), die psychoanalytisch-sozialpsychologische Tiefenhermeneutik (Lorenzer; König et al. 2020) und die Wahrnehmungsphänomenologie Lambert Wiesings ("Das Mich der Wahrnehmung. Eine Autopsie", 2009/2015). Wiesings Trias der Wahrnehmungs-Relata trägt eine eigene phänomenologische Pointe bei: Beratungssubjektivität ist nicht vor der Begegnung gegeben, sondern entsteht in ihr. Das Modell wird auf das u25-Fallmanagement im SGB-Kontext bezogen und mit empirisch-methodischen Implikationen für die Beratungsforschung versehen.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2026/4
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