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Autor/inRathmann, Marie
TitelMedienaneignung im alltagspraktischen Handeln Studierender: Ein Mehrebenenmodell.
QuelleAus: Schmidt-Lauff, Sabine (Hrsg.): Transformative Digitale Kompetenzen: Entwicklungen für Hochschule, Studium und Gesellschaft. Bielefeld: wbv Media GmbH & Co. KG (2025) S. 99-126
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ReiheInnovative Hochschule: digital - international - transformativ. 6
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Sammelwerksbeitrag
ISBN978-3-7639-7861-8; 978-3-7639-7862-5
DOI10.3278/I78625W006
URNurn:nbn:de:0168-ssoar-111114-9
SchlagwörterKompetenz; Digitale Medien; Lernprozess; Digitalisierung; Hochschulbildung; Handlungsfähigkeit
AbstractBasierend auf einer ethnographischen Studie werden Lern- und Bildungsprozesse im Kontext der Digitalität anhand eines entwickelten Mehrebenenmodells dargelegt. Ebendieses Modell basiert auf der Grounded-Theory-Methodologie, welche um lern- und bildungstheoretische Perspektiven modifiziert wurde. Das Modell dient als Heuristik, um die Medienaneignung im Umgang mit dem Digitalen auf verschiedenen Ebenen beleuchten zu können. Während auf der ersten Ebene abgebildet werden kann, wie Medienpraktiken Lernprozesse anstoßen können, betrachtet die zweite Ebene, wie solche Lernprozesse in lebenslangen und lebensweiten Auseinandersetzungen Ausdruck finden und Subjektivierungsprozesse ermöglichen können. Auf der dritten Ebene erfolgt ein Sich-Einschreiben in die Digitalität, wodurch auf der vierten Ebene Bildungsprozesse ausgelöst werden können. Schließlich können so Rückschlüsse auf die Transformation der Selbst- und Weltverhältnisse wie auch auf neuartige Sicht- und Handlungsweisen sowie Deutungs- und Sinnzusammenhänge geschlossen werden. Das Mehrebenenmodell zeigt auf, wie Medienpraktiken etwa Sinn- und Bedeutungsproduktion ermöglichen oder Orientierungs- und Handlungsmöglichkeiten für das Subjekt stabilisieren. Solche Praktiken können in einer Handlungsfähigkeit im Kontext der Digitalität münden.

Based on an ethnographic study, learning and educational processes in the context of digitality are presented using a developed multi-level model. This model is based on grounded theory methodology, which has been modified to include learning and educational theory perspectives. The model provides a heuristic to illustrate media appropriation in dealing with the digital on several levels. While the first level shows how media practices can initiate learning processes, the second level focuses on how such learning processes can find expression in lifelong and life-wide endeavours and enable subjectivation processes. On the third level, an enrolment in digitality takes place, whereby educational processes can be initiated on the fourth level. Finally, conclusions can be drawn about the transformation of self and world relations as well as new ways of seeing and acting along with contexts of interpretation and meaning. The multi-level model shows how media practices enable the production of meaning and significance or stabilise orientation and action possibilities for the subject. Such practices can lead to an agency in the context of digitality.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2026/4
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