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Autor/inn/enConti, Gabriella; Sandner, Malte; Brand, Tilman; Kliem, Sören
InstitutionBundesinstitut für Bevölkerungsforschung
TitelEfficacy of delivery models in early intervention: Findings from Germany's Nurse-Family Partnership on family and child welfare services and pediatric medical incidents in high-risk families.
QuelleWiesbaden (2025), 36 S.
PDF als Volltext kostenfreie Datei  Link als defekt meldenVerfügbarkeit 
ReiheBiB. Working Paper. 3-2025
Spracheenglisch
Dokumenttyponline; Monografie
ISSN2196-9574
URNurn:nbn:de:bib-wp-2025-032
SchlagwörterFamilie; Frau; Familienhilfe; Kind; Frühförderung; Geburt; Medizinische Versorgung; Schwangerschaft; Sozialleistung; Hebamme; Sozialarbeiter; Jugendhilfe; Benachteiligung; Inanspruchnahme; Deutschland
AbstractDiese Studie bewertet die Wirksamkeit von zwei Modellen der ProKind-Intervention - einer deutschen Adaption des Nurse-Family Partnership (NFP) - zur Unterstützung von Risikofamilien. Das kontinuierliche Modell (CM) umfasst Hausbesuche, die ausschließlich von NFP-geschulten Hebammen durchgeführt werden, während das Tandem-Modell (TM) Besuche einer Hebamme während der Schwangerschaft mit Nachsorgebesuchen einer Sozialarbeiterin nach der Geburt kombiniert. Insgesamt wurden 755 benachteiligte schwangere Frauen nach dem Zufallsprinzip einer Interventionsgruppe (n = 394) oder einer Kontrollgruppe (n = 361) zugewiesen. Zu den Ergebnissen zählen die Überwachung durch das Jugendamt, Unterbringungen in Pflegefamilien und Besuche in Kinderkliniken. Die Studie basiert auf einer longitudinalen, multizentrischen randomisierten kontrollierten Studie (RCT) mit zwei Follow-up-Phasen: Phase I (Geburt bis 36 Monate) und Phase II (um den 7. Geburtstag des Kindes). Die durchschnittlichen Behandlungseffekte wurden unter Verwendung der augmentierten inversen Wahrscheinlichkeitsgewichtung (AIPW) in Kombination mit der Lasso-Variablenselektion geschätzt. Das CM reduzierte die Besuche in Kinderkrankenhäusern in beiden Nachbeobachtungsphasen signifikant. In Phase II gab es auch Hinweise auf einen Trend zu einer verringerten Überwachung durch das KDS und weniger Unterbringungen in Pflegefamilien. Für das TM wurden keine signifikanten Effekte auf die Ergebnisse festgestellt. Vollständige Analysen der Stichprobe bestätigten einen signifikanten Rückgang der Krankenhausbesuche während Phase II. Diese Ergebnisse unterstreichen die Relevanz von Versorgungsmodellen in Hausbesuchsprogrammen und legen nahe, dass nachhaltige, von Hebammen geleitete Interventionen langfristige Vorteile für gefährdete Familien bringen können.

This study evaluates the effectiveness of two delivery models of the ProKind intervention - a German adaptation of the Nurse-Family Partnership (NFP) - in supporting high-risk families. The continuous model (CM) involves home visits exclusively conducted by NFP-trained midwives, while the tandem model (TM) combines visits by a midwife during pregnancy with follow-up visits by a social worker postnatally. A total of 755 disadvantaged pregnant women were randomly assigned to intervention (n = 394) or control groups (n = 361). Outcomes include child protection service (CPS) surveillance, foster care placements, and pediatric hospital visits. The study is based on a longitudinal, multicenter randomized controlled trial (RCT) with two follow-up phases: Phase I (birth to 36 months) and Phase II (around the child's 7th birthday). Average treatment effects were estimated using augmented inverse probability weighting (AIPW) combined with lasso variable selection. The CM significantly reduced pediatric hospital visits in both follow-up phases. In Phase II, there were also suggestive trends toward reduced CPS surveillance and fewer foster care placements. No significant effects were found for the TM on any outcome. Full-sample analyses confirmed significant reductions in hospital visits during Phase II. These results underscore the relevance of delivery models in home-visitation programs and suggest that sustained, midwife-led interventions can yield long-term benefits for vulnerable families.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2026/4
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