Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Kordts, Ina |
|---|---|
| Titel | Schulische Identitäten und soziale Disparitäten. Seiteneinsteiger/-innen in verschiedenen Schultypen. |
| Quelle | Freiburg: Universität (2026), 299 S.
PDF als Volltext (1); PDF als Volltext (2); PDF als Volltext (3); PDF als Volltext (4) Dissertation, Universität Freiburg, 2024. |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Monografie |
| DOI | 10.6094/UNIFR/279893 |
| URN | urn:nbn:de:bsz:25-freidok-2798938 |
| Schlagwörter | Identität; Soziale Herkunft; Schule; Schüler; Interaktion; Seiteneinsteiger; Konversationsanalyse; Soziolinguistik; Dissertation; Heterogenität; Deutschland |
| Abstract | Diese Dissertation der Germanistischen Linguistik an der Schnittstelle zur Pädagogik beschäftigt sich mit Interaktion und Identität von Seiteneinsteiger/-innen im Regelunterricht der Sekundarstufe zweier verschiedener Schulen, einem privaten Gymnasium und einer Werkrealschule. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand einer Schülergruppe aufzuzeigen, inwiefern sich Bildungsungleichheit u. U. auch in interaktionaler Identitätsarbeit in unterschiedlichen Schultypen spiegelt. Die Forschungs-fragen konzentrieren sich daher auf das Wie der Ko-Konstruktion schulischer Identitäten von Seiteneinsteiger/-innen sowie auf das Verhältnis dieser individuellen Positionierungen zu kollektiven Identitätszuschreibungen der gesamten Klasse. Im theoretischen Teil der Arbeit werden Konzepte, Erkenntnisse und der Umgang mit (migrationsbedingter) Heterogenität in Bildungseinrichtungen sowie Konzepte von Identität und Zugehörig-keit mit Fokus auf Schule erörtert. Dabei zeigt sich, dass schulische Differenzdimensionen und Differenzdimensionen, die insbesondere Seiteneinsteiger/-innen betreffen, wirksam und unterschiedliche schulische Organisationsmilieus anzunehmen sind. Anhand von Merkmalen interaktio-naler Identitätsarbeit in der Schule lassen sich zudem Positionierungen als ergiebige Ressource interaktionaler Identitätsarbeit festhalten. Die empirische Untersuchung erfolgt in dem methodologischen Rahmen der interaktionalen Sozio-linguistik. Über Fallstudien von Identitätsaushandlungen an den jeweiligen Schulen wird dabei ein multiperspektivischer Blick auf die Rolle von Identitätskonstruktion in plenaren Unterrichtssituationen geworfen: Neben Identitätsaushandlungen von Seiteneinsteiger/-innen werden auch kollektive lehrpersonenseitige Positionierungen der gesamten Klasse hinsichtlich Verhalten und kogniti-vem Leistungsvermögen rekonstruiert und analysiert. So kann gezeigt werden, dass kollektive Positionierungen einen Möglichkeitsrahmen für individuelle Positionierungen bilden und somit auch der schulische Kontext und damit strukturelle Setzungen Einfluss auf Identitätsaushandlungen ha-ben. Aus den kollektiven Positionierungen lassen sich zudem milieuprägende Aspekte extrahieren, die sich zu in der jeweiligen Klasse wirksamen schulischen Logiken verdichten lassen und mit den unterschiedlichen Funktionalitäten der jeweiligen Positionierungen in der Klasse ins Verhältnis gesetzt werden können. Dabei kann gezeigt werden, dass Identitätsarbeit wichtige Funktionen in der Erarbeitung fachlicher Inhalte, aber auch im Klassenmanagement einnimmt und sich auf individueller als auch auf kollektiver Ebene nach Schultypen unterscheidet. |
| Erfasst von | Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main |
| Update | 2026/4 |