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Autor/inDietrich, Nico
TitelPersönlichkeit oder Expertise? Die Entwicklung expliziter und impliziter Überzeugungen zum beruflichen Selbstverständnis von Lehramtsstudierenden.
QuelleDarmstadt: Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (2026), 203 S.
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Dissertation, Technische Universität Darmstadt, 2026.
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
DOI10.26083/tuda-7893
URNurn:nbn:de:tuda-tuda-153033
SchlagwörterLehrer; Lehramtsstudent; Lehramtsstudium; Lehrerbildung; Professionalisierung; Dissertation
AbstractDie vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung expliziter und impliziter Überzeugungen zum beruflichen Selbstverständnis von Lehramtsstudierenden. Deren Überzeugungen zur Relevanz der Lehrpersönlichkeit und ihrer (selbstwahrgenommenen) Eignung stehen dabei als Teilbereiche des beruflichen Selbstverständnisses im Mittelpunkt. Eine hohe Ausprägung der Überzeugung, dass es im Lehrberuf vor allem auf Persönlichkeit ankommt und man selbst bereits eine "geeignete Persönlichkeit" mitbringt - bis hin zur Vorstellung es gäbe und man sei selbst eine geborene Lehrperson -, ist dabei nicht selten. Dies könnte die Bereitschaft von Lehramtsstudierenden mindern, sich im Studium auf die Auseinandersetzung mit bildungswissenschaftlichen Theorien einzulassen und sich einen selbstkritischen und professionellen Habitus anzueignen. Um die Hintergründe der Überzeugungen zu analysieren wird sowohl die Entwicklung der lehrberufsbezogenen Selbstwirksamkeitsüberzeugungen im Sinne ihrer Quellen vor Studienbeginn als auch die Entwicklung der Überzeugungen im Lauf der ersten zwei Jahre des Studiums inklusive der ersten beruflichen Praxiserfahrungen untersucht. Die als Mixed-Methods-Studie (Vertiefungsmodell) angelegte Forschungsarbeit besteht dabei zunächst aus einer Befragung von Studienanfänger:innen (n = 280) der Technischen Universität Darmstadt im Lehramt an Gymnasien sowie im Lehramt an beruflichen Schulen aus den Jahrgängen 2018/19 und 2019/20. In dieser konnte unter anderem festgestellt werden, dass die Lehramtsstudierenden mit einer höheren Persönlichkeitsorientierung eine geringere Lehrer:innenselbstwirksamkeitsüberzeugung verzeichnen. Theorienähe und eine höhere Auf die quantitativen Studie folgte eine qualitative Befragung mittels episodischer Interviews zu zwei Messzeitpunkten. Auf Basis der Analyse der episodischen Interviews mittels der Dokumentarischen Methode konnten Denkstrukturen erkannt werden, die zeigen, dass ein individueller Blick auf die Begründungsmuster der Überzeugungen lohnenswert ist. Zudem konnte ein Orientierungsrahmen zwischen Persönlichkeitsorientierung und Expertiseorientierung zum komparativen Vergleich des beruflichen Selbstverständnisses der Fälle des ersten Messzeitpunkts (n = 31) gebildet werden. Daraus lassen sich unter anderem Hinweise gewinnen, weshalb Lehramtsstudierende der Auffassung sind für den Beruf geeignet zu sein und worauf sie ihre Überzeugungen zu Aspekten des beruflichen Selbstverständnisses stützen. Im Längsschnitt (n = 15) konnten bei den fortgeschrittenen Lehramtsstudierenden sowohl stabile Überzeugungen als auch Veränderungen dieser festgestellt werden. Die Fälle lassen sich dabei durch die sinn- und soziogenetische Typenbildung in vier Entwicklungstypen gruppieren, die deutlich machen, dass sich die Prozesse sowohl ausbildungsbezogenen als auch ausbildungsunabhängigen Faktoren zuordnen lassen. Aus den gewonnenen Ergebnissen lassen sich Erkenntnisse für die Forschung zur Lehrkräfteprofessionalisierung und für die Lehrkräftebildung, beispielsweise für die Studienberatung, ableiten. (übernommen).

This study is about the development of explicit and implicit beliefs about the professional self conception of future teachers. Their beliefs about teaching personality and their (self-perceived) suitability are the focus of this study as sub-areas of professional self-image. It is not uncommon for students to be strongly convinced that personality is the most important factor in the teaching profession and that they themselves already have the `right personality´ - even going so far as to believe that they are born teachers. This could reduce the willingness of future teachers to engage with educational theories during their studies and to acquire a self-critical and professional habitus. In order to analyse the background to these beliefs, the study examines both the development of teaching-related self-efficacy beliefs in terms of their sources prior to the start of their study programme and the development of these beliefs over the course of the first two years of their study programme, including their first professional experiences. The research, designed as a mixed-methods study (in-depth model), initially consists of a survey of first-year students (n = 280) at TU Darmstadt studying to become teachers at grammar schools and vocational schools from the 2018/19 and 2019/20 classes. Among other things, the survey found that teacher training students with a higher personality orientation had a lower affinity for theory and a higher belief in teacher self-efficacy. The quantitative study was followed by a qualitative survey using episodic interviews at two measurement points. Based on the analysis of the episodic interviews using the documentary method, thought patterns were identified that show that it is worthwhile to take an individual look at the patterns of reasoning behind beliefs. In addition, a framework for comparison between personality orientation and expertise orientation was developed to compare the professional self-conception of the cases at the first measurement point (n = 31). Among other things, this provides insights into why teacher training students believe they are suited to the profession and on what they base their convictions about parts of their professional self conception. In the longitudinal study (n = 15), both stable beliefs and changes in these beliefs were observed among advanced future teachers. The cases can be grouped into four developmental types using meaning- and sociogenetic typology, which clearly show that the processes can be attributed to both training-related and training-independent factors. The results provide insights for research on teacher professionalisation and teacher training, for example for student counselling. (übernommen).
Erfasst vonDeutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main
Update2026/4
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