Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Schell, Charlotte S. |
|---|---|
| Titel | Beyond the label: investigating stereotype content and consequences regarding pupils with special educational needs. |
| Quelle | Frankfurt, Main: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg (2026), 161 S.
PDF als Volltext (1); PDF als Volltext (2); PDF als Volltext (3); PDF als Volltext (4) Dissertation, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, 2026. |
| Sprache | englisch |
| Dokumenttyp | online; Monografie |
| DOI | 10.21248/gups.98737 |
| URN | urn:nbn:de:hebis:30:3-987372 |
| Schlagwörter | Stereotyp; Autismus; Diagnostik; Lehrer; Lehrerin; Schüler; Dyslexie; Down-Syndrom; Qualitative Forschung; Quantitative Forschung; Dissertation; Sonderpädagogischer Förderbedarf; Beurteilung; Klischee |
| Abstract | Im Rahmen dieser Dissertation [wurden] drei Studien durchgeführt. Studie I erfasste explizite Stereotype bei Lehramtsstudierenden qualitativ und quantitativ und identifizierte vier diagnosespezifische Dimensionen: akademische Kompetenz, Verhaltensprobleme, Wärme und soziale Kompetenz. Aufbauend darauf untersuchte Studie II implizite Stereotype mittels lexikalischer Entscheidungsaufgaben. Es zeigte sich, dass implizite und explizite Stereotype bis auf eine Ausnahme nicht signifikant miteinander korrelierten. Studie III untersuchte schließlich den Einfluss von Stereotypen auf Urteile in einer simulierten Klassensituation. Kinder mit Diagnose wurden dabei systematisch verzerrt beurteilt. Bezogen auf Autismus milderte professionelles Wissen diesen verzerrenden Effekt ab, für Down-Syndrom zeigte sich dieser moderierende Einfluss von Wissen jedoch nicht. Insgesamt liefert die Dissertation eine empirische Basis zu Stereotypen gegenüber Schüler*innen mit Autismus, Down-Syndrom und Dyslexie im inklusiven Schulkontext. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehramtsstudierende systematische und diagnosespezifische Stereotype haben, die sowohl explizit als auch implizit vorliegen und alltägliche Urteile verzerren können. Die Befunde betonen die Wichtigkeit, Stereotype und deren verzerrende Effekte in der Lehrkräfteausbildung zu thematisieren, denn nur wenn Schüler*innen mit Förderbedarf fair und basierend auf ihren individuellen Bedürfnissen beurteilt werden, können sie ihr volles Potenzial entfalten. Im Rahmen dieser Dissertation [wurden] drei Studien durchgeführt. Studie I erfasste explizite Stereotype bei Lehramtsstudierenden qualitativ und quantitativ und identifizierte vier diagnosespezifische Dimensionen: akademische Kompetenz, Verhaltensprobleme, Wärme und soziale Kompetenz. Aufbauend darauf untersuchte Studie II implizite Stereotype mittels lexikalischer Entscheidungsaufgaben. Es zeigte sich, dass implizite und explizite Stereotype bis auf eine Ausnahme nicht signifikant miteinander korrelierten. Studie III untersuchte schließlich den Einfluss von Stereotypen auf Urteile in einer simulierten Klassensituation. Kinder mit Diagnose wurden dabei systematisch verzerrt beurteilt. Bezogen auf Autismus milderte professionelles Wissen diesen verzerrenden Effekt ab, für Down-Syndrom zeigte sich dieser moderierende Einfluss von Wissen jedoch nicht. Insgesamt liefert die Dissertation eine empirische Basis zu Stereotypen gegenüber Schüler*innen mit Autismus, Down-Syndrom und Dyslexie im inklusiven Schulkontext. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehramtsstudierende systematische und diagnosespezifische Stereotype haben, die sowohl explizit als auch implizit vorliegen und alltägliche Urteile verzerren können. Die Befunde betonen die Wichtigkeit, Stereotype und deren verzerrende Effekte in der Lehrkräfteausbildung zu thematisieren, denn nur wenn Schüler*innen mit Förderbedarf fair und basierend auf ihren individuellen Bedürfnissen beurteilt werden, können sie ihr volles Potenzial entfalten. |
| Erfasst von | Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main |
| Update | 2026/4 |