Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/inn/en | Kulhanek-Wehlend, Gabriele; Severin, Sven |
|---|---|
| Titel | Das Format didaktische Reflexion. |
| Quelle | Aus: Potzmann, Renate (Hrsg.); u.a.: Hochschuldidaktische Perspektiven. Didaktische Reflexion und Coaching in der schulpraktischen Ausbildung. Wien: LIT (2020) S. 95-102
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| Reihe | Forschungsperspektiven. Sonderband. 2 |
| Beigaben | Literaturangaben S. 101-102 |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Sammelwerksbeitrag |
| ISBN | 978-3-643-65974-3 |
| URN | urn:nbn:at:at-phw:3-1654 |
| Schlagwörter | Lehrerbildung; Schulpraktikum; Didaktik; Reflexion (Philosophie) |
| Abstract | Lehramtsstudierende wünschen sich mehr Praxis, sie fühlen sich auf den Schulalltag nicht ausreichend genug vorbereitet (vgl. Wenzl, Wernet & Kollmer, 2018). Es besteht beispielsweise der Wunsch nach Unterrichtsmethoden und Theorien, die nicht so abstrakt sind sondern Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen des Schulalltags bereitstellen. Oder auch der Wunsch nach Rezepten für den Umgang mit Störungen und für die Unterrichtsplanung. Gleichzeitig gibt es Evidenzen, dass ein mehr an Praxis nicht per se die gewünschte Wirkung auf die Selbstwirksamkeitserfahrung und auf den Professionalisierungsgrad bei Lehramtsstudierenden hat (vgl. Gröschner & Hascher, 2018). Nicht die Quantität ist von Bedeutung sondern entscheidend ist vor allem die qualitative Ausgestaltung der schulpraktischen Ausbildung. Faktoren wie 1. die Einbettung der Praxisphasen in das Gesamtstudium, 2. deren organisatorische Ausgestaltung und 3. eine professionelle Begleitung und Unterstützung sind dabei relevant. Besonders hervorzuheben ist die theoriebasierte Reflexion schulpraktischer Erfahrungen und wie theoretische Inhalte und praxisrelevante Aspekte sowohl in der schulpraktischen Ausbildung am Schulstandort als auch im Rahmen von Lehrveranstaltungen an der Hochschule aufeinander bezogen werden. Es gilt die reflexive Fähigkeit der Studierenden zu initiieren und auch entsprechend Reflexionsräume wie spezielle Begleitformate für sie zu schaffen. Eine Zielformulierung in den Curricula der Lehramtsausbildung ist daher neben dem Aufbau einer fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kompetenz vor allem der Aufbau und die Förderung einer reflexiven Haltung (vgl. Braunsteiner et al, 2014, S. 27). Lehramtsstudierende sollen die Bereitschaft entwickeln ihre subjektiven Vorstellungen und Einstellungen stets kritisch zu hinterfragen, sich mit ihrer pädagogischen Praxis reflexiv auseinandersetzen und über den eigenen Unterricht nachdenken. Die diskursive Analyse eigener Beobachtungen und Erfahrungen im Unterricht und daraus resultierender Fragestellungen sind in der Regel Grundlage für eine bewusste und zielgerichtete Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken und Handeln und den eigenen Überzeugungen. Der Anspruch, die Entwicklung eines professionellen Habitus mit Berücksichtigung von Heterogenität, Inklusion, Differenzierung und Individualisierung steht im Zentrum. Auch das Prinzip der Selbstreflexion im Sinne einer Professionalisierungsinitiation bzw. Professionalisierungskontinuität soll im curricularen Kontext manifestiert sein. |
| Erfasst von | Pädagogische Hochschule Wien |
| Update | 2026/4 |