Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Finckh, Antonia |
|---|---|
| Titel | Familiäre Bereitschaftsbetreuung. Zur Familie als Setting sozialpädagogischer Krisenintervention und Hilfeerbringung. 1st ed. 2026. |
| Quelle | Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden (2026), XV, 364 S.
PDF als Volltext |
| Reihe | Erziehungswissenschaftliche Familienforschung |
| Beigaben | Abbildungen 76 |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Monografie |
| ISBN | 978-3-658-51909-4; 978-3-658-51910-0 |
| DOI | 10.1007/978-3-658-51910-0 |
| Schlagwörter | Soziale Interaktion; Kind; Wissenssoziologie; Praxeologie; Soziale Dienste; Forschung; Bereitschaftspflege; Betreuung; Sozialpädagogik; Pflegeeltern; Pflegekind; Soziale Betreuung; Alltag; Studie; Jugendlicher |
| Abstract | Die Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB) ist eine zentrale, bislang jedoch wenig erforschte Hilfeform. Sie dient der zeitlich nicht festgelegten Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in sogenannten Bereitschaftspflegefamilien, häufig im Anschluss an eine Inobhutnahme. Vor dem Hintergrund internationaler De-Institutionalisierungsbestrebungen wird die FBB insbesondere für jüngere Kinder zunehmend als bevorzugtes Setting sozialpädagogischer Krisenintervention diskutiert. Gleichzeitig ist das Handlungsfeld von grundlegenden Paradoxien geprägt, etwa durch die Verschränkung öffentlicher Erziehung mit familialem Alltag und privaten Lebensformen. Auf der Grundlage eines praxeologisch-wissenssoziologischen Zugangs rekonstruiert die Studie, wie der Alltag in Bereitschaftspflegefamilien interaktiv hergestellt wird und auf welche impliziten Wissensbestände die Beteiligten dabei zurückgreifen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Herstellung der Familie als Hilfesetting als zentraler Orientierungsrahmen erweist, innerhalb dessen drei grundlegende Orientierungsprobleme bearbeitet werden: die Bestimmung der familialen Identität, die interaktive Strukturierung von Alltagssituationen sowie die sozialpädagogische Fallkonstruktion. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur erziehungswissenschaftlichen Familienforschung und zur sozialpädagogischen Pflegekinderforschung, indem sie das Verständnis von familiären Strukturen und Dynamiken erweitert und die spezifischen handlungsleitenden Wissensbestände familienbasierter Krisenintervention sichtbar macht. |
| Erfasst von | Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin |
| Update | 2026/4 |