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Autor/inn/enWalber, Markus; Meyer, Kirsten
TitelProfessionalisierung in der wissenschaftlichen Weiterbildung.
QuelleAus: Jütte, Wolfgang (Hrsg.); Rohs, Matthias (Hrsg.): Handbuch Wissenschaftliche Weiterbildung. 2. Aufl. Wiesbaden: Springer VS (2026) S. 141-162Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Sammelwerksbeitrag
ISBN978-3-658-50257-7
SchlagwörterDidaktik; Berufsbezug; Wissenschaft; Weiterbildung; Erwachsenenbildung
AbstractDer Text befasst sich mit der Professionalisierung wissenschaftlicher Weiterbildung, die in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen hat. Ausgangspunkt ist die Explikation der Begriffe Profession, Professionalität und Professionalisierung. Professionen sind Berufe, die durch Merkmale wie Autonomie und spezifisches Wissen gekennzeichnet sind, wobei es verschiedene theoretische Ansätze gibt, die ihre Bedeutung erklären. Professionalität hingegen bezieht sich auf die Qualität des Handelns in einem Berufsfeld, unabhängig davon, ob es sich um eine Profession im klassischen Sinne handelt. Professionalisierung bezieht sich auf Entwicklungsprozesse, die zur Profession oder zu professionellem Handeln führen, sowohl strukturell als auch individuell. In der wissenschaftlichen Weiterbildung wird die Verschränkung von wissenschaftlichem und praktischem Wissen als zentrale Professionalisierungsfunktion hervorgehoben. Hierbei entsteht aus der Kombination beider Wissensarten eine spezifische Qualität professionellen Handelns. Wissenschaftliche Weiterbildung dient demnach dazu, Akteure durch die Vermittlung wissenschaftlichen Wissens zu professionalisieren, wobei diese Professionalisierung sowohl die Anbietenden als auch die Teilnehmenden umfasst. In den letzten Jahrzehnten sind im Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung Professionalisierungsprozesse auf verschiedenen Ebenen durchlaufen worden. Diese Prozesse zielen darauf ab, eine besondere Qualität im Umgang mit spezifischen gesellschaftlichen Anforderungen zu gewährleisten. Dabei lässt sich die Entwicklung der wissenschaftlichen Weiterbildung auf die institutionelle Verankerung an Hochschulen, die Etablierung fachgesellschaftlicher Strukturen wie der DGWF, sowie die Differenzierung professioneller Rollen und Tätigkeiten zurückführen. Die wissenschaftliche Weiterbildung hat sich insbesondere durch eine strukturelle und organisatorische Ausdifferenzierung in Form von zentralen Einrichtungen und fachspezifischen Arbeitsgemeinschaften professionalisiert. Ebenso ist eine zunehmende Verzahnung von Wissenschaft und Praxis zu beobachten, die sich in der wachsenden Bedeutung interaktionaler Professionalisierung ausdrückt. Letztere sieht die Relationierung von berufspraktischem und wissenschaftlichem Wissen als zentral für die Weiterentwicklung der Professionalisierung an. Innovative Weiterbildungsangebote und neue didaktische Konzepte tragen zu einer kontinuierlichen Professionalisierung der wissenschaftlichen Weiterbildung bei, die sowohl auf systemischer als auch auf personaler Ebene sichtbar wird. (HRK / Abstract übernommen).
Erfasst vonHochschulrektorenkonferenz, Bonn
Update2026/4
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