Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Ullrich, Peter |
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| Titel | Wissenschaftsfreiheit und autoritärer Anti-Antisemitismus. |
| Quelle | Aus: Geisler, Lukas (Hrsg.); u.a.: Umkämpfte Universitäten. Organisierte Halbbildung und kritische Wissensproduktion in autoritären Zeiten. Bielefeld: transcript (2026) S. 65-90
PDF als Volltext |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Sammelwerksbeitrag |
| ISSN | 2943-4882; 2943-4890 |
| ISBN | 978-3-8376-7816-1; 978-3-8394-1296-1 |
| Schlagwörter | Gesellschaft; Antisemitismus; Politik; Wissenschaft; Freiheit von Forschung und Lehre; Hochschulsystem; Wissenschaftlicher Nachwuchs; Ausland; USA |
| Abstract | Eine paradox anmutende Entwicklung vollzieht sich derzeit nicht nur in den USA unter der zweiten Trump-Administration, sondern auch in anderen Ländern, wenngleich dort (noch) auf etwas geringerem Intensitätsniveau: Der Kampf gegen Antisemitismus, beziehungsweise das, was sich als solcher ausgibt, entwickelt sich zu einem autoritären Instrument der Bekämpfung rechtsstaatlicher Grundsätze und liberaler Freiheiten, der Freiheit der Kunst, der Meinungsäußerung, der Versammlung und nicht zuletzt der Wissenschaft. Er wird - hier wie dort - unter anderem genutzt, um Organisator*innen palästinasolidarischer Proteste (und Migrant*innen überhaupt) zu verhaften und abzuschieben oder nicht ins Land zu lassen. Die Proteste selbst (zu einfachen Instanzen von Antisemitismus gemachte palästinasolidarische Demonstrationen und Camps) werden drangsaliert und unterliegen scharfer Repression. Dieser "Kampf gegen den Antisemitismus" führt zu massiven Mittelkürzungen für Bildungseinrichtungen, Kündigungen von Arbeitsverträgen, Veranstaltungsabsagen und geht bis zu Versuchen, selbst der Wissenschaft bestimmte Definitionen (von Antisemitismus) vorzuschreiben, also dem gesellschaftlichen Feld, das eigentlich dafür zuständig ist, Begriffe zu entwickeln und zu verwerfen, zu prüfen oder gegeneinander abzuwägen. Fast alle in diesem Sinne skandalisierten Vorfälle, Meinungen und Äußerungen weisen einen Bezug zu Israel oder dem israelisch-palästinensischen Konflikt auf. Schon deshalb ahnt man, dass es um Antisemitismus im umfassenden Sinne dabei womöglich gar nicht geht. (HRK / Abstract übernommen). |
| Erfasst von | Hochschulrektorenkonferenz, Bonn |
| Update | 2026/4 |