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Sonst. PersonenEnderlein, Hartmut (Hrsg.); Merbach, W. (Hrsg.); Stritzke, J. (Hrsg.)
InstitutionVerein Altersversorgung für Angestellte Professoren und Hochschuldozenten Neuen Rechts in den Neuen Bundesländern
TitelZur Altersversorgung der Aufbauprofessoren in Ostdeutschland.
Wie Politiker und Ministerialbeamte mit Hochschullehrern und Wissenschaftlern als maßgeblichen Akteuren der demokratischen Umgestaltung der Wissenschaftslandschaft in den neuen Bundesländern umgegangen sind. 1. Aufl.
QuelleChemnitz: Verlag VAV (2025), 129 S.Verfügbarkeit 
BeigabenIllustrationen
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Monografie
ISBN978-3-00-081789-2
SchlagwörterHochschulgeschichte; Besoldung; Politik; Wiedervereinigung (Deutschland); Hochschullehrer
AbstractAngestellte Hochschullehrer neuen Rechts aller Fachrichtungen waren in den ostdeutschen Bundesländern als sog. Aufbauprofessoren oden "Lückeprofessoren" Akteure der ersten Stunde und maßgebliche Träger der Hochschulerneuerung. Es handelt sich um eine Gruppe von ursprünglich ca. 950 ostdeutschen Wissenschaftlern, die im Unterschied zu anderen ostdeutschen Berufsgruppen nach strenger (oft mehrfaacher) persönlicher, politischer und faachlicher Evaluierung durch unabhängige Kommissionen neu berufen, altersbedingt (außer in Mecklenburg-Vorpommern) als Professoren "Neuen Rechts" nicht verbeamtet wurden, zwischen 1. Juli 1995 und 30. Juni 2005 in den Ruhestand gingen und heute, sofern sie noch leben, zwischen 84 und 94 Jahre alt sind. In der DDR wegen ihrer Gesinnung benachteiligt oder gar erst nach der Wende erstmals berufen, haben sie danachvielfach in Spitzenfunktionen (Rektoren, Präsidenten, Dekane, Direktoren etc.) zur Leistungsfähigkeit der Wissenschaft im geeinten Deutschland maßgeblich beigetragen und erhielten teilweise hohe Auszeichnungen. Wegen diverser Lücken im deutschen Einigungsvertrag und verspätetem Eintritt der neuen Bundesländer in die Bund-Länder-Vereinbarung zur VBL-Zusatzversorgung haben sie heute eine Altersversorgung, die derjenigen einer Pflegekraft oder eines Laboringenieurs entspricht. Obwohl dieser Zustand seit 30 Jahren anhängig und bekannt ist, von vielen politischen Entscheidungsträgern verbal als ungerecht beklagt und geeignete Lösungen aufgezeigt wurden (z.B. Fonds- oder Stiftungslösung), ist das Problem bis heute nicht gelöst und viele der Betroffenen sind leider inzwischen verstorben. Lediglich Thüringenhat den Betroffenen 2021 als ein politisches Zeichen der Anerkennung eine Einmalzahlung von jeweils 12000 Euro gewährt, eine Initiative, der die übrigen betroffenen ostdeutschen Bundesländer nicht gefolgt sind. Besonders bedauerlich ist in diesem Zusammenhang, dass diejenigen Wissenschaftler, die nach der politischen Wende als Ergebnis fachlicher und politischer Evaluierung nicht in den öffentlichen Dienst übernommen werden konnten, eine um etwa 24-35% höhere Altersversorgung erhalten. Die vorliegende Broschüre beinhaltet eine Dokumentation der oben dargestellten Vorgänge, die durch ausgewählte Biographien von Betroffenen sowie 19 Anhänge ergänzt wird. Sie verfolgt das Ziel, auf eine Gerechtigkeitslücke im deutschen Vereinigungsprozess hinzuweisen und die öffentliche Sensibilität dafür zu stärken. (HRK / Abstract übernommen).
Erfasst vonHochschulrektorenkonferenz, Bonn
Update2026/4
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