Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Fiala-Preinsperger, Sabine |
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| Titel | Das Alte im Neuen, das Neue im Alten. Gefälligkeitsübersetzung: The old in new, the new in old. |
| Quelle | In: Kinderanalyse, 23 (2015) 1, S. 63-82
PDF als Volltext |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 0942-6051; 2510-4209 |
| Schlagwörter | Aversion; Psychoanalyse; Psychodynamik; Zuneigung; Kindheit; Kind; Kind-Eltern-Beziehung; Entwicklung; Theorie |
| Abstract | Noch bevor ein Kind geboren ist, übertragen Eltern bereits sowohl ihre Erfahrungen aus der eigenen frühen Kindheit als auch Erfahrungen mit dem aktuellen Partner bzw. der aktuellen Partnerin auf ihr Kind. Sind diese Erfahrungen positiv, so ermöglichen sie durch die Übertragung von Liebe, Vertrauen und Zuneigung das seelische Gedeihen des Säuglings. Im Fall der negativen Projektion dominieren bereits vor der Geburt Gefühle von Abneigung und Misstrauen die Beziehung zum Kind. Das Kind verkörpert nicht nur sich selbst, sondern auch wichtige andere Objekte und kann daher nicht neugierig entdeckt werden. Im Gegenteil, die Eltern schützen sich vor ihm, da sie es durch die Projektionen negativ sehen. Bereits der Säugling internalisiert, dass mit ihm etwas nicht stimmt, dass er falsch ist oder bei seinen Eltern Schrecken hervorruft. Mit Hilfe des psychoanalytischen Prozesses, in welchem die Arbeit mit der Übertragung und Gegenübertragung im Vordergrund steht, ist es Eltern möglich, alte unerwünschte Objekte vom neuen Objekt - dem Kind - zu trennen. Erst dadurch kann nach Winnicott ein potentieller Raum entstehen, in welchem es einerseits den Eltern möglich wird, ihr Kind zu finden, zu erkennen und positiv zu besetzen und andererseits das Kind es selbst sein kann. Anhand der Erzählung von Thomas Bernhard "Ein Kind" und eines klinischen Fallbeispiels werden die theoretischen Überlegungen erläutert. (ZPID). |
| Erfasst von | Leibniz-Institut für Psychologie, Trier |
| Update | 2026/3 |