Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/inn/en | Fischer, Franziska; Schult, Johannes; Hell, Benedikt |
|---|---|
| Titel | Unterschätzung der Studienleistungen von Frauen durch Studierfähigkeitstests. Erklärbar durch Persönlichkeitseigenschaften? Gefälligkeitsübersetzung: Underestimation of women's college grades by college admission tests: Explainable by personality traits? |
| Quelle | In: Diagnostica, 61 (2015) 1, S. 34-46
PDF als Volltext |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 0012-1924; 2190-622X |
| DOI | 10.1026/0012-1924/a000120 |
| Schlagwörter | Testkritik; Geschlechtszugehörigkeit; Frau; Geschlechtsspezifischer Unterschied; Aufnahmeprüfung; Notengebung; Leistungsmotivation; Diskriminierung; Testvalidität; Studium; Studienleistung; Leistungsprognose; Selbstkontrolle |
| Abstract | Für zwei deutsche Studierfähigkeitstests wurde untersucht, ob diese die Studienleistungen von Frauen unterschätzen und wenn ja, ob dieser Befund mit geschlechtsspezifischen Persönlichkeitseigenschaften zusammenhängt. Die Datenbasis lieferten 356 Studienanfänger in Wirtschaftswissenschaften und 269 Studienanfänger in Naturwissenschaften. Untersucht wurden zwei studienfeldspezifische Beratungstests der Bundesagentur für Arbeit für die genannten Fachrichtungen. Neben den Noten des ersten Studienjahres wurden die Leistungen im Studierfähigkeitstest, der Abiturerfolg sowie die Leistungsmotivation, Selbstdisziplin und Allgemeine Selbstwirksamkeit der Studienanfänger erhoben. Es zeigte sich, dass die eingesetzten fachspezifischen Studierfähigkeitstests die Studienleistungen von Frauen deutlich unterschätzten, insbesondere im oberen Leistungsbereich. Demgegenüber unterschätzte die Abiturnote die Studienleistungen von Männern im obersten Leistungsbereich. Studierfähigkeitstest und Abiturerfolg zusammen lieferten sowohl die valideste Vorhersage als auch die geringste geschlechtsspezifische Über- bzw. Unterschätzung. Facetten der Leistungsmotivation und Selbstdisziplin erklären die Unterschätzung von Frauen durch die Studierfähigkeitstests teilweise, die Allgemeine Selbstwirksamkeit hatte hingegen keinen Einfluss auf die Unterschätzung der Studienleistungen durch Studierfähigkeitstests. (ZPID). |
| Erfasst von | Leibniz-Institut für Psychologie, Trier |
| Update | 2026/3 |