Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/inn/en | Bovenschen, Ina; Spangler, Gottfried |
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| Titel | Bindungstheoretische Aspekte von Fremdplatzierung. Gefälligkeitsübersetzung: Attachment theory aspects in foster care and residential care. |
| Quelle | In: Praxis der Rechtspsychologie, 24 (2014) 2, S. 374-406 |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 0939-9062 |
| Schlagwörter | Bindungsverhalten; Emotion; Zwischenmenschliche Beziehung; Kind-Eltern-Beziehung; Pflegebedürftiger; Jugendhilfe; Pflegeeltern; Pflegefamilie; Pflegekind; Bindungslosigkeit; Einrichtung; Qualität; Sicherheit; Versorgung |
| Abstract | Vorgestellt wird ein Überblick über empirische Befunde der Bindungsforschung mit Bezug zu fremdplatzieren Kindern. Wesentliches gemeinsames Merkmal dieser Kinder ist in bindungstheoretischer Sicht, dass sie in der Herkunftsfamilie oftmals keine hinreichende Zuwendung und emotionale Sicherheit erleben konnten, was sich auf Bindungssicherheit und -organisation auswirken kann. Neuere Längsschnittstudien belegen, dass eine Modifikation und Korrektur problematischer interner Arbeitsmodelle von Beziehungen - wie sie sich im Falle gestörter Bindungsbeziehungen vor dem Hintergrund von Misshandlung, Missbrauch und anderen Formen der Kindeswohlgefährdung finden - offenbar doch etwas leichter erfolgreich möglich ist, als in früheren Jahren noch angenommen. Insoweit finden sich hier wichtige Ansatzpunkte der Entwicklungsförderung im Kontext von Fremdplatzierung. So verweisen die bisher verfügbaren Ergebnisse auf die hohe Relevanz einer durch Feinfühligkeit und Sicherheit und Geborgenheit geprägten Beziehung zu Pflegeeltern. Dies kann nachhaltig zur Bewältigung von Deprivations- und Gewalterfahrungen in der Herkunftsfamilie beitragen. Die Forschungen zu dieser Frage, die sich nicht auf Pflegefamilien, sondern Heime beziehen, sind demgegenüber weniger positiv. Mögliche Gründe werden diskutiert. Schließlich werden aus den neueren Forschungsbefunden Hinweise dazu abgeleitet, wann und in welcher Form eine Rückführung, die gem. § 37 SGB VIII von Beginn an zu befördern ist, empfohlen werden kann. (ZPID). |
| Erfasst von | Leibniz-Institut für Psychologie, Trier |
| Update | 2026/3 |