Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Lehner, Erich |
|---|---|
| Titel | Der Mann als aktiver Vater. Ein historisch neues Beziehungsangebot an Kind/er und Partnerin. Gefälligkeitsübersetzung: The male as active father. Offering a historically new relationship to children and partners. |
| Quelle | In: Imagination / Österreichische Gesellschaft für Angewandte Tiefenpsychologie und Allgemeine Psychotherapie, 36 (2014) 3, S. 41-47 |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 1021-2329 |
| Schlagwörter | Elternverhalten; Emotionale Entwicklung; Persönlichkeitsentwicklung; Elternrolle; Familienbeziehungen; Vater-Kind-Beziehung; Geschlechterrolle; Elternmitwirkung; Lebensqualität; Arbeitsteilung; Vaterlosigkeit |
| Abstract | Es werden sowohl die negativen Folgen der Vaterabwesenheit als auch die durch zahlreiche Studien belegten positiven Auswirkungen aktiver und partizipativer Vaterschaft auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder beleuchtet. Anhand eines einleitenden therapeutischen Fallbeispiels wird die von Jessica Benjamin aufgestellte These bestätigt, derzufolge nicht das Fehlen einer väterlichen Autorität, also die Vaterlosigkeit, sondern die fehlende Fürsorglichkeit des Vaters negative Folgen für das Kind auslöst; im Fallbeispiel führte dies zu einem übergroßen Ideal. Generell wird in der Forschung davon ausgegangen, dass nicht die Vaterabwesenheit an sich, sondern die Folgen dieser, etwa durch Trennung hervorgerufenen schwierigen Lebensumstände, Kinder beeinträchtigen können. Gleichzeitig gibt es aber auch überraschende Hinweise darauf, dass sich die Vaterabwesenheit auch positiv auswirken kann. Allerdings zeigen zahlreiche Studien, dass das väterliche Engagement sowohl einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Selbstkontrolle, Selbstwertgefühl, Lebensbewältigung sowie sozialer Kompetenz der Kinder als auch später auf ihre bildungsbezogene und berufliche Mobilität im Alter von 20 Jahren haben kann. Diese positiven Auswirkungen der väterlichen Anwesenheit zeigten sich jedoch erst, wenn Vater 42 % und mehr der konkreten Versorgungsarbeit in der Familie übernommen hatten. Eine solche Arbeitsteilung ermöglicht zudem den Frauen die Übernahme ihres geschlechtergerechten Anteils am Berufsleben und den Männern eine höhere Lebensqualität. Auf politischer Ebene sollten daher die strukturellen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um viele Männer zur aktiven Partizipation an der Kinderfürsorge zu motivieren. (ZPID). |
| Erfasst von | Leibniz-Institut für Psychologie, Trier |
| Update | 2026/3 |