Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Günter, Michael |
|---|---|
| Titel | Das schwierige Verhältnis der Generationen: Angst, Neid und Dankbarkeit. Gefälligkeitsübersetzung: The difficult relationship between generations: Anxiety, envy, gratitude. |
| Quelle | In: Kinderanalyse, 23 (2015) 2, S. 129-150
PDF als Volltext |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 0942-6051; 2510-4209 |
| Schlagwörter | Angst; Eifersucht; Psychodynamik; Generationenbeziehung; Kind-Eltern-Beziehung; Dankbarkeit |
| Abstract | Die klassische psychoanalytische Perspektive des ödipalen Neides des Kindes auf die überlegenen Möglichkeiten und die sexuelle Potenz der Eltern wird im vorliegenden Beitrag ergänzt durch eine Sichtweise, die den Neid der Eltern auf die Vitalität der Kinder, den Neid der Älteren auf alles, was vital und lebendig ist und was ihnen die Begrenztheit ihrer eigenen Möglichkeiten und ihres Lebens vor Augen führt, ins Zentrum rückt. Melanie Klein hat die Dynamik von Angst, Neid und Dankbarkeit in den frühesten Entwicklungsphasen untersucht. Diese Überlegungen geben Hinweise, wie Neid und Destruktivität psychisch integriert und sozial eingebunden werden können. Es wird argumentiert, dass nur dann, wenn dies gelingt, eine innere Position erreicht wird, die Generativität ermöglicht. Andernfalls komme es zu einer Fixierung auf angstgetriebene und neidvolle Destruktivität der nachfolgenden Generation gegenüber. Die Bedeutung derartiger Neidgefühle auf die jüngere Generation wird anhand von drei klinischen Fallvignetten dargestellt und diskutiert. Die Arbeit schließt mit einigen Anmerkungen zur Bedeutung des Neides für die Art und Weise des Umgangs mit Kindern in Erziehungsprozessen und einer Diskussion der Bedeutung der Analyse neidischer Elternintrojekte bei Patienten sowie des eigenen Neides als Analytiker auf jüngere Patienten. (ZPID). |
| Erfasst von | Leibniz-Institut für Psychologie, Trier |
| Update | 2026/3 |