Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Bundschuh, Konrad |
|---|---|
| Titel | Perspektiven der Heilpädagogik. Eine Auseinandersetzung mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft. |
| Quelle | Berlin: BHP Verlag (2025), 262 S. |
| Beigaben | Anmerkungen; Abbildungen; Tabellen; Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | gedruckt; Monografie |
| ISBN | 978-3-942484-54-1 |
| Schlagwörter | Erziehung; Leistungsgesellschaft; Vulnerabilität; Kind; Lernen; Geschichte (Histor); Ethik; Konstruktivismus; Behinderung; Sonderpädagogik; Integration |
| Abstract | Der im späten 19. Jahrhundert geprägte Begriff Heilpädagogik bezeichnet die Theorie und Praxis der pädagogisch-therapeutischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Beeinträchtigungen. Um einen Einblick in das entsprechende Wissensgebiet zu vermitteln, befasst sich diese bearbeitete und erweiterte Fassung einer im Jahr 2010 erschienenen Einführung in die Heilpädagogik mit wichtigen Fragen der Heil- und Sonderpädagogik unter besonderer Berücksichtigung der kindlichen Entwicklung. Zunächst erfolgt ein Problemaufriss aktueller Herausforderungen. Ein eigenes Kapitel widmet sich der Geschichte der Heilpädagogik, einschließlich ihrer Instrumentalisierung im Nationalsozialismus, sowie alternativen Begrifflichkeiten wie Sonderpädagogik, Behindertenpädagogik und Rehabilitationspädagogik. Als einflussreiche Klassiker:innen werden hier Johann Heinrich Pestalozzi, Jan Daniel Georgens und Heinrich Marianus Deinhardt, Maria Monessori, Heinrich Hanselmann, Paul Moor und Emil E. Kobi vorgestellt. Nach einem Blick auf Krisen und Chancen der Heil- und Sonderpädagogik in der modernen Leistungsgesellschaft liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Integration. Dabei werden historische Aspekte, pädagogische und psychologische Perspektiven, der ökosystemische Ansatz sowie das Sonder- und Förderschulwesen betrachtet. Auch auf die Unterschiede zwischen Integration und Inklusion wird eingegangen. Im Fokus stehen ferner heilpädagogische Beziehungen, anthropologische und ethische Dimensionen der Heilpädagogik sowie das Verhältnis zwischen Allgemeinpädagogik und Heil- und Sonderpädagogik. Auch der Relevanz des Verstehens sowie den Grenzen und dem Scheitern in der Erziehung gilt das Interesse. Darüber hinaus wird die Bedeutung des Konstruktivismus für die Heil- und Sonderpädagogik und die Lerntherapie thematisiert, wobei die Rolle von Emotionen und Konzepte wie Handlungsfähigkeit, Glück und Lebensqualität aufgegriffen werden. |
| Erfasst von | Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, Berlin |
| Update | 2026/3 |