Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Bröcher, Joachim |
|---|---|
| Titel | Transformative Community-Projekte. Zukunftsmodelle des gemeinschaftlichen Lebens, Lernens und Arbeitens. |
| Quelle | Bielefeld: transcript (2026), 187 S. |
| Reihe | Bildungsforschung. 40 |
| Beigaben | Abbildungen; Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | gedruckt; Monografie |
| ISBN | 978-3-8376-8078-2 |
| Schlagwörter | Bildung; Pädagogik; Solidarität; Projekt; Demokratie; Arbeit; Gemeinwesenarbeit; Beschreibung; Zukunft |
| Abstract | Das Buch zu transformativen Community-Projekten entwirft eine umfassende Diagnose gegenwärtiger gesellschaftlicher Umbrüche und verbindet diese mit einem konkreten Zukunftsentwurf gemeinschaftlichen Lebens. Ausgangspunkt ist die Beobachtung vielschichtiger Krise, die staatliche Steuerungsfähigkeit, politische Repräsentation, wirtschaftliche Organisation und sozialen Zusammenhalt gleichermaßen betrifft. Anstatt diese Entwicklungen lediglich zu analysieren, richtet der Autor den Blick auf zivilgesellschaftliche Initiativen, die bereits heute alternative Antworten erproben. Im Zentrum der Darstellung steht ein Community-Projekt in Ostdeutschland, das als praktisches Experimentierfeld dient. Auf einem gemeinschaftlich genutzten Hof in Sachsen-Anhalt entstehen neue Formen des Zusammenlebens, Arbeitens und Lernens, die auf Kooperation statt Konkurrenz setzen. Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebensentwürfe organisieren ihren Alltag gemeinsam, teilen Ressourcen und übernehmen Verantwortung füreinander. Besonders das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen wird nicht als private oder staatliche Aufgabe verstanden, sondern als gemeinschaftliche Praxis. Theoretisch wird das Projekt als Teil einer aktiven Zivilgesellschaft gelesen, die dort handlungsfähig wird, wo staatliche und marktliche Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Das Buch macht deutlich, dass demokratische Teilhabe nicht allein in Institutionen stattfindet, sondern im alltäglichen Aushandeln von Regeln, Bedürfnissen und Konflikten. Demokratie erscheint hier als gelebte Praxis, die Nähe, Transparenz und Mitverantwortung voraussetzt. Ein zentrales Anliegen ist die Kritik am bestehenden Bildungssystem. Schule wird als reformbedürftig beschrieben, da sie gesellschaftliche Ungleichheiten reproduziere und individuelle Lernwege nur unzureichend berücksichtige. |
| Erfasst von | Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, Berlin |
| Update | 2026/3 |