Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Drosel, Franzsika |
|---|---|
| Titel | Betroffene vor dem Familiengericht. Adultistische und antifeministische Narrative. |
| Quelle | In: Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, 28 (2025) 2, S. 168-175Infoseite zur Zeitschrift
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| Beigaben | Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 1436-9850; 2196-8004 |
| DOI | 10.13109/kind.2025.28.2.168 |
| Schlagwörter | Bindung; Entfremdung; Entwicklungspsychologie; Vorurteil; Kindesmissbrauch; Vater; Feminismus; Diskriminierung; Narration; Verfahren; Familiengericht |
| Abstract | Vor dem Familiengericht sind Betroffene von sexualisierter Gewalt oft mit antifeministischen und adultistischen Narrativen konfrontiert. Ein Beispiel aus der Rechtsprechung ist die Behauptung eines Parental Alienation Syndroms. Dies dient dazu, den Vorwurf der sexualisierten Gewalt umzudeuten und zu behaupten, dass (in der Regel) die Mutter das Kind vom Vater entfremden möchte und an Bindungsintoleranz leide. Es ist kein wissenschaftliches Konzept, sondern eine Behauptung, die zu verheerenden Folgen führen kann. Ein anderes Beispiel ist die Verwendung eines Polygraphen in gerichtlichen Verfahren. Es gibt höchstrichterliche Rechtsprechung, nach der die Verwendung unzulässig ist. Dennoch wird dieser an einzelnen Gerichten eingesetzt und kann erhebliche Folgen haben, wenn u. a. aufgrund einer polygraphischen Untersuchung der Darstellung eines:einer Täter:in geglaubt wird. Es ist wichtig, gegen solche Narrative konsequent vorzugehen und sich für betroffenensensible Verfahren einzusetzen. |
| Erfasst von | Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, Berlin |
| Update | 2026/3 |